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| 18:15 Uhr

LR vor Ort
Bauprojekte in der Innenstadt

Der Postparkplatz wird neu strukturiert und bepflanzt. Die Parkflächen bleiben erhalten.
Der Postparkplatz wird neu strukturiert und bepflanzt. Die Parkflächen bleiben erhalten. FOTO: Michael Helbig
Cottbus. Bei einem Stadtrundgang erfahren RUNDSCHAU-Leser alles über geplante Veränderungen.

Die ersten Bäume auf dem Postparkplatz sind gefällt, der Umgestaltung der Fläche steht nichts mehr im Wege. Auch die angrenzenden Bereiche in Richtung Stadtmauer warten auf den Beginn von großflächigen Umbauarbeiten. Wann genau die Bagger dort anrücken können, wie die künftige Flaniermeile zwischen Blechen Carré und Postparkplatz parallel zur Gleistrasse aussehen soll, ist immer wieder Gegenstand von Anfragen, die Leser an die RUNDSCHAU richten.

Grund genug, die Fragen zu bündeln und während eines gemeinsamen Stadtrundgangs den verantwortlichen Stadtplanern zu stellen. Da aber nicht nur die Öffentliche Hand das Baugeschehen in der City bestimmt, hat die LR auch einen privaten Investor zu dem Rundgang geladen: René Becker von der EKZ Stadtpromenade Cottbus GmbH hat sein Kommen angekündigt. Er kann Auskunft darüber geben, wann genau der Startschuss zum Bau des zweiten Abschnitts für das Blechen Carré fällt.

Ebenfalls zugesagt hat Dr. Torsten Kunze, Geschäftsführer der GWC. Denn auch er plant ein üppiges Bauprojekt in der Innenstadt:  An der Franz-Mehring-Straße Ecke Briesmannstraße auf der Wiese gegenüber der Enke-Fabrik will die Wohnungsbaugesellschaft in großem Stil investieren. Geplant: 150 Wohnungen. Torsten Kunze: „Wir wollen ein eigenständiges Quartier schaffen, mit Grüninsel und Spielplatz.“

Frei verfügbarer Wohnraum zum Mieten und Kaufen sowie sozialer Neubau sind angedacht, außerdem sollen barrierefreie Wohnungen speziell für ältere Menschen geschaffen werden, die vielleicht schon auf externe Betreuung angewiesen sind. Noch in diesem Jahr soll ein Planungswettbewerb ausgeschrieben werden. Torsten Kunze: „Momentan kehren wir in Cottbus zu den Wurzeln einer vernünftigen Stadtplanung zurück  – wir entwickeln die Stadt von Innen nach Außen.“

Doch auch wenn das große Ganze in groben Zügen bekannt ist – die Tücke und so manche Frage – liegen im Detail. Als im Februar die ersten  Bäume am Postparkplatz fielen, wurden Befürchtungen von Naturfreunden geweckt. Die Verwaltung aber beruhigt: Bei der Umgestaltung werden alle Bäume ersetzt, allerdings in neuer Anordnung. Die derzeit 60 Parkplätze werden neu gruppiert, auch an den künftigen Bedarf für Elektrotankstellen ist gedacht. Das Hochbeet am Postparkplatz wird zurückgebaut und mit Gräsern neu gestaltet. Das dahinter befindliche Relief am Hochhaus bleibt einsehbar.

Umstritten ist die Planung des gemeinsamen Fuß- und Radweges auf der Flaniermeile. Eine bauliche Trennung ist nach Einschätzung der Verwaltung schwierig: Die Lieferverkehr im Bereich Flaniermeile würde behindert.

Die Neugestaltung des zweiten Bauabschnittes der Flaniermeile ist frühestens ab dem zweiten Quartal 2019 möglich: Sie steht in Abhängigkeit von der Realisierung des neuen Einkaufszentrums an der Brache Stadtpromenade.

Was das konkret heißt, wann sich möglicherweise neben dem Blechen Carré die Baukräne drehen und wie sich die Sprem in das städtebauliche Konzept einfügt, das können RUNDSCHAU-Leser auf unserem Stadtrundgang erfragen.

Als Gesprächsteilnehmer werden neben Dr. Torsten Kunze und René Becker folgende Vertreter der Stadt erwartet: Peter Nitschke (Fachbereich Bauordnung), Katrin Haas (Stadtplanung), Mike Lux (Projektleiter Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft) und ein Vertreter vom Grün- und Verkehrsflächenamt.

Der Rundgang findet am Donnerstagnachmittag, 3. Mai, statt. Die Teilnehmerzahl ist auf 25 begrenzt. Anmeldungen sind ab sofort unter Telefon 0355/481-555 möglich. Unter dieser Hotline gibt es auch die Infos zur genauen Uhrzeit und dem Startpunkt.

LR vor Ort 4c
LR vor Ort 4c FOTO: LR