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Rundgang
Sorgenfalten wegen Blechen-Anbau

Bei dem Rundgang durch die Innenstadt gab auch die Brache zwischen Blechen Carré und Postparkplatz Anlass zur Diskussion. In der nächsten Stadtverordnetenversammlung soll ein Plan B für die geplante Flaniermeile entlang der Straßenbahntrasse vorgestellt werden.
Bei dem Rundgang durch die Innenstadt gab auch die Brache zwischen Blechen Carré und Postparkplatz Anlass zur Diskussion. In der nächsten Stadtverordnetenversammlung soll ein Plan B für die geplante Flaniermeile entlang der Straßenbahntrasse vorgestellt werden. FOTO: Stephan Meyer
Cottbus. Regelmäßig ist der Cottbuser Oberbürgermeister Holger Kelch (CDU) in den Ortsteilen der Stadt unterwegs. Ziel dieser Rundgänge ist der direkte Draht zu den Bürgern und deren Sorgen und Wünsche. Stephan Meyer

Der jüngste Ortsteilrundgang, zu dem Kelch gestern eingeladen hatte, führte durch die Cottbuser Innenstadt. Zusammen mit Altstadtmanager Gottfried Lindner tauschte er sich über aktuelle Anliegen aus und gab den Anwesenden Auskunft über anstehende Vorhaben.

Anbau Blechen Carré: Nach wie vor herrscht Funkstille zwischen der Stadt und der EKZ Stadtpromenade Cottbus GmbH. Der Investor plant seit Jahren den Bau eines Einkaufszentrums zwischen Blechen Carré und Postparkplatz. Man habe als Stadt alles erdenklich Mögliche versucht, damit das Projekt umgesetzt werden kann, sagte Kelch. "Alles Weitere liegt beim Investor." Die Stadt hält weiterhin daran fest, eine Flaniermeile entlang der Straßenbahntrasse zu bauen. Dafür sollen Gelder aus dem Modelstadtprojekt verwendet werden. Da die Geldmittel nur einen bestimmten Zeitraum zur Verfügung stehen, soll ein Plan B beim nächsten Wirtschaft-, Bau- und Verkehrsausschuss vorgestellt werden. Ziel ist es, die Flaniermeile bauen zu können, ohne die geplanten Bauarbeiten des Investors zu behindern.

Stadtmauer: Das Stützgerüst an der Stadtmauer kommt weg. Am 23. Oktober wird mit den Reparaturarbeiten begonnen. Nach der Abtragung der Außenschale wird geprüft, ob weitere Schäden in der Mauer zu finden sind. Da die neuen Ziegel aus Denkmalschutzgründen extra angefertigt werden müssen und die Ziegelei dafür ihre Produktion unterbrechen muss, können sich die Reparaturarbeiten bis in das nächste Frühjahr ziehen. Anja Zimmermann, Leiterin des Immobilienamtes stellte ein einheitliches Sanierungskonzept für die gesamte Stadtmauer in Aussicht. Gottfried Lindner machte auch die Graffitis entlang der Mauer zum Thema. "Wir sind mittlerweile fast auf dem Standpunkt: Wir leben damit. Wenn man sie entfernt, sind 14 Tage später neue wieder dran." Je öfter mit Beseitigungsmitteln gearbeitet wird, desto mehr Schäden können durch einziehende Feuchtigkeit entstehen.

"Wir haben sogar bereits mit dem Gedanken gespielt eine Stachelhecke entlang der Mauer vorzuschlagen, damit die Leute da nicht mehr herankommen", so Gottfried Lindner.

Stadthallenvorplatz: Die Prügelei zwischen syrischen Asylbewerbern vom Donnerstag war Anlass für einen Stopp am Stadthallenvorplatz. Anwesende Polizeibeamte gaben Auskunft, dass für Samstag zusätzliche Polizeibeamte vor Ort geplant sind. "Machen wir uns nichts vor, die Stadtpromenade, der Puschkinpromenade und der Stadthallenvorplatz müssen ständig betreut werden", sagte Kelch zu der Situation. Etwas anderes helfe da nicht. Die Jugendlichen müssen sinnvoll beschäftigt werden und durch Streetwork in andere Räume umgelenkt werden. Trotz der Vorkommnisse vom Donnerstag ist man vom Alkoholverbot, welches dieses Jahr erlassen wurde, überzeugt. Man habe vor es nächstes Jahr zu wiederholen.