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| 17:22 Uhr

Sorbisch-Unterricht im Witaj-Projekt wird gekürzt

Cottbus. Das Brandenburger Bildungsministerium will den zweisprachigen deutsch-sorbischen Unterricht in der Niederlausitz massiv einschränken. So soll die derzeitige Stundenzahl im zweisprachigen Unterricht an den Grundschulen um fast die Hälfte gekürzt werden. ta/boc

"Im 1. und 2. Schuljahr soll das Witaj-Modell abgeschafft werden", sagte der Leiter der Cottbuser Außenstelle des sorbischen Witaj-Sprachzentrums, Meto Nowak, der RUNDSCHAU. Erst ab dem 3. Schuljahr sehe das Ministerium für Sorbisch-Schüler wieder zweisprachigen Unterricht vor. Vorgesehen sei auch, künftig maximal fast ein Drittel der Unterrichtsstunden in deutscher und sorbischer Sprache zu erteilen, wobei die Mindestschülerzahl zwölf betragen soll. In vier von sechs Standorten könne somit nicht mehr nach der geltenden Witaj-Konzeption gearbeitet werden. Das Potsdamer Bildungsministerium erklärt dazu, dass zwar Ressourcen sinnvoll eingesetzt werden müssen. Aber jeder, der Sorbisch lernen oder an Witaj teilnehmen möchte, könne das auch künftig tun.

Dieses Projekt setzt sich für die zweisprachige Betreuung und Ausbildung an Kindergärten und Schulen in der Lausitz ein.