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| 13:49 Uhr

Peitz
Drahtseile für die Golden Gate und den Maria-Schacht

Peitz. Sonderausstellung im Peitzer Hüttenmuseum

) Im Peitzer Hüttenmuseum wird bis zum 28. Oktober seit dem Wochenende eine  neue Sonderausstellung gezeigt.  Unter dem Titel „Die Geschichte des Drahtseils“ hat Ulrich Haag  vom Bergbau-Freilichtmuseum Pribram-Brezove Hory in Tschechien eine Schau zusammengetragen, die sich der revolutionären Erfindung des Drahtseils widmet. Diese ist jetzt in Peitz zu sehen. „Bei uns im Museum gab es ein Drahtseilkolloquium. Das war 2009. Da habe ich beschlossen, Material zu sammeln, um eine Exposition zu machen. 2012 konnten wir diese dann bei uns erstmals präsentieren“, erklärte Ulrich Haag bei seinem Vortrag zur  Eröffnung im Peitzer Hüttenmuseum. „Wir sind 2013 auf diese  Ausstellung aufmerksam geworden, haben den Kontakt zu dem tschechischen Bergbaumuseum gesucht.  Wir haben  die Schau bestellt und sind nun endlich dran“, freute sich Museumschefin Jeannette Cornelius am Wochenende.

In der 1. Etage der Eisenhüttenausstellung ist jetzt neben den  zahlreichen Eisenausstellungsstücken auch die informative Zusammenstellung über diese besondere Erfindung zu sehen. Der Betrachter erfährt, dass 1834 Wilhelm August Julius Albert aus Hannover das geschlagene Drahtseil erfand. 1936 wurde das Drahtseil zum Aufzug im Maria-Schacht eingesetzt. Es wird erläutert, was man unter einem Drahtseil versteht: „Ein Drahtseil ist ein Seil, das aus Drähten und nicht aus Natur- oder Kunstfasern besteht. Die Drähte sind aus Metall, in der Regel aus Stahl.“

Zu sehen ist, wie rasant sich die Entwicklung fortsetzte, und der Betrachter erfährt, wozu Drahtseile in zahlreichen verschiedenen Bereichen zum Einsatz kommen:  bei Standseilbahnen, bei Fördermaschinen im Bergbau, bei Brücken, wie zum Beispiel bei der Brooklyn-Brücke in New York oder bei der Golden Gate Brücke in San Francisco, bei Schwebebahnen, in der Architektur, bei Antriebstechnik, als Sitzmöbel und als Schmuck. Die Ausstellung gibt einen umfassenden Überblick über diese bedeutungsvolle Erfindung. Sie passt gut in das Museum, weil  sie vom Bergbau, der ja hier auch  vorhanden ist, berichtet, weil sie zeigt, wie sich diese Erfindung auf die Industriegeschichte ausgewirkt hat.

 Die Peitzer Amtsdirektorin Elvira Hölzner und der Peitzer Bürgermeister waren sich beim Eröffnungsvortrag von Ulrich Haag am Sonnabend einig: „Es ist toll, dass es uns gelungen ist, die Exposition nach Peitz zu holen. Gerade jetzt in den Sommermonaten, wo wir viele Touristen begrüßen können, haben wir damit eine zusätzliche Attraktion, die auch gut zu unserem Industriegeschichtemuseum passt“.


Das Museum ist außer montags täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

(jul)