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| 18:59 Uhr

Menschenrechtszentrum
Ausstellung zum Umgang mit Fremden in der DDR

Cottbus. Anlässlich des Internationalen Tages gegen Rassismus eröffnet das Menschenrechtszentrum Cottbus am 21. März um 18.30 Uhr die Ausstellung „Die verordnete Solidarität – der Umgang mit „Fremden“ in der DDR“ des Archivs Bürgerbewegung Leipzig.

Die Ausstellung, die bis zum 30. April zu sehen sein wird, informiert über die Phasen der Ausländerpolitik der DDR, die Rahmenbedingungen für die Lebenssituation der ausländischen Gruppen sowie das Engagement der Zivilgesellschaft. Es werden auch fremdenfeindliche und antisemitische Tendenzen in der Bevölkerung aufgezeigt, die offiziell verschwiegen wurden. Ebenfalls ein Exkurs in die 90er-Jahre und die heutige Zeit wird gemacht. „Die Gründe der höheren Feindseligkeit und Angst vor ’Fremden’ eines Teils der ostdeutschen Bevölkerung sind vielschichtig. Sie liegen unter anderem in der von der SED-Führung geprägten Politik. Die verordnete Solidarität und die Abschottung des Großteils der Ausländer in der DDR führen bis heute zu Empathiedefiziten“, so das Fazit der Ausstellungsmacher.

Es folgt eine Diskussion. Im Podium vertreten sind der Historiker Dr. Steffen Alisch, der zum Thema Rechtsextremismus und Ausländerfeindlichkeit in der DDR forscht, Gerlinde Zickert, Leiterin der Sachsendorfer Oberschule, die seit 1976 in Cottbus lebende ausländische Kinder aufgenommen hat, Patricia Fuentealba, die als Chilenin mit ihren Eltern in der DDR Asyl suchte und heute in der Sachsendorfer Oberschule im sozialen Bereich tätig ist, sowie Boris Santa Coloma, freier Journalist und Bürgerrechtsaktivist, der früher für die kubanische Regierung Vertragsarbeitnehmer und Studenten betreut hat.

(red/pos)