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| 02:35 Uhr

So viele Wasserratten wie noch nie

Viele Schwimmer haben die Helfer vom Beckenrand aus am Freitag und Samstag im Auge behalten müssen.
Viele Schwimmer haben die Helfer vom Beckenrand aus am Freitag und Samstag im Auge behalten müssen. FOTO: Zielonkowski/ski1
Cottbus. Vorsichtig ist Ulrich Mohaupt während des Wettbewerbs mit Rekorden. Und das ist auch richtig. Erst nach dem Abpfiff der 17. Auflage des Cottbuser 24-Stunden-Schwimmens konnte ein neuer Teilnehmer-Rekord vermeldet werden. Aber mit 1762 Schwimmern war es ganz knapp zugegangen: acht Teilnehmer mehr als im Rekordjahr 2011. Georg Zielonkowski / ski1

"Ich bin da sehr vorsichtig mit meinen Prognosen, weil wir den Zulauf bis zum Ende um 16 Uhr nicht kennen", sagt Ulrich Mohaupt, Veranstaltungsleiter der 17. Auflage des Cottbuser 24-Stunden-Schwimmens. Es geht den "Machern" der Mammutveranstaltung vom Stadtverband der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) doch grundsätzlich nicht darum, stets höhere Beteiligungszahlen zu erreichen. Aber sie dürfen schon stolz darüber sein, über Jahre eine Breitensportveranstaltung mit mehr als 1500 Mitmachern anzubieten. "Wir haben 120 Leute an verschiedenen Positionen eingesetzt, die nicht etwa nur aus unserem Stadtverband kommen. Es sind Eltern dabei, Freunde und Partner aus anderen DLRG-Verbänden wie Potsdam und Bad Liebenwerda. Nicht zu vergessen die Schwimmer vom Cottbuser PSV, die uns unterstützen", so der Leiter der Öffentlichkeitsarbeit, Robert Büschel.

Nahezu alle Schwimmerinnen und Schwimmer sind Dauergäste der Veranstaltung. Wie Chris Kubler, der mit Fürstenwalde einen der längsten Anreisewege auf sich nahm: "Wir sind drei Leute aus der Fürstenwalder DLRG-Gruppe, die am Freitagabend um 19 Uhr ins Wasser gestiegen sind. Ich habe Etappen von jeweils 5000 Meter absolviert, und stehe jetzt bei 19 Kilometer. Ich will noch auf 20 Kilometer kommen."

Angesichts solcher Angaben verwundern 4997,3 geschwommene Kilometer insgesamt nicht. Auch das ist ein neuer Rekord. Im Vorjahr waren 4319,3 Kilometer als bisheriger Bestwert geschafft worden.

Jede Menge anderer Bilanzen gibt die Superdatenbank des Technischen Leiters der Veranstaltung, Steffen Zernick, her. "Am Anfang hatten wir eine ganz schlichte Excel-Tabelle, heute arbeiten wir mit einer Datenbank, die wir Jahr um Jahr erweitern und verbessern. So hat sich der Schwimmer heute lediglich einmal anzumelden und seine Starterkarte auszufüllen. Wenn er seinen Wettbewerb abgeschlossen hat, bekommt er sofort seine Urkunde mit dem Namen und der Leistung in die Hand. So was geht aber nur mit unserem perfekten und ehrgeizigen Helfer-Team, das sich über all die Jahre geformt hat."

Von dieser Datenbank wird auch die Angabe zu den Gruppen mit den meisten Teilnehmern ausgeworfen. So hat ein weiteres Mal die Europaschule Regine-Hildebrandt-Grundschule in der Primarstufe die Schulwertung gewonnen, während das Pücklergymnasium in der Sekundarstufe die Nase vorn hatte. Ein tolles Jubiläum durften die Starter vom "MachtLos e.V." feiern: Die Einrichtung für psychisch kranke Menschen und Menschen mit Behinderungen gewann zum zehnten Mal in Folge die Vereinswertung. Da darf davon ausgegangen werden, dass vor allem diese Starter den 30. November schon jetzt herbeisehnen. An diesem Tag sollen im Cottbuser Stadthaus die besten Teams und Einzelstarter geehrt werden.

Zum Thema:
Den Cottbuspokal der Jugend bis 17 Jahre hat bei den Mädchen die 14-jährige Bettina Kreibich mit 4200 Meter gewonnen. In der männlichen Jugend siegte der 16-jährige Jannis Werner (4100 Meter).Bei den Erwachsenen von 18 bis 49 Jahren gewannen Julia Masnik (22) mit 4800 Meter und Marco Klepel (38) mit 5800 Meter. Den Seniorenpokal ab 50 Jahre konnten sich Gerda Pietrucha (8100 Meter) und Ralf Haas-Langwagen (9300 Meter) sichern. Über den Nachtpokal dürfen sich die DRK-Poolnudeln freuen. Mit 16 Schwimmern kamen sie in der Nacht zwischen null und vier Uhr auf 6287 Meter vor dem DLRG Bad Liebenwerda mit 1880 Meter und der Grundschule Sielow mit 1004 Meter.In der Wertung der Schimmvereine bleibt der Sieg beim Veranstalter: Der DLRG gewann mit 334 000 Meter und 111 Schwimmern vor dem PSV Cottbus (333 200 Meter) und den Triathleten des TSV Cottbus (131 500 Meter).