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Jazz Dance
Small group tanzt bei der WM

Milena Hotzkow, Bianca Schymigk, Claudia Bernicke, Anja Oelsch, Sandra Meersch, Isabell Kaczorek und Kerstin Oelsch wollen am Samstag bei ihrer WM-Premiere alles geben.
Milena Hotzkow, Bianca Schymigk, Claudia Bernicke, Anja Oelsch, Sandra Meersch, Isabell Kaczorek und Kerstin Oelsch wollen am Samstag bei ihrer WM-Premiere alles geben. FOTO: Georg Zielonkowski
Cottbus. Sieben Cottbuser Jazzdancerinnen haben am Wochenende ihren großen Auftritt in Polen. Von Georg Zielonkowski

Einen derartigen Stellenwert hat der Cottbuser Jazz-Dance-Club seit seiner Gründung im Jahr 1999 noch nie erleben dürfen. Nach vielen Teilnahmen an Tanzturnieren, Meisterschaften und Liga-Vergleichen ist es am 7. Oktober beim Qualifikations-Turnier in Freiburg im Schwarzwald erstmals gelungen, eine der zehn Formationen des Cottbuser Clubs für eine Weltmeisterschaft zu qualifizieren.

Geschafft hat dies die Formation „Small group“ aus dem Kreis der „Jazzy Diamonds“. Sieben Damen tanzen in dieser Gruppe, die alle schon seit Kindertagen ihrem Hobby in diesem Verein nachgehen. Jetzt wollen sie sich bei einer Weltmeisterschaft messen.

Um beim erstmaligen interkontinentalen Start auch bestehen zu können, wurde seit Himmelfahrt einmal wöchentlich die WM-Vorführung eingeübt. Zuletzt trafen sich die Mitglieder zusätzlich samstags, um Feinheiten zu korrigieren. „So richtig kennen wir die Konkurrenz natürlich nicht, auf die wir im polnischen Rawa Mazowiecka treffen werden. Wir wissen nur um ein deutsches Starterteam, das aus der Nähe von Dinslaken kommt. Wir sind aber alle sehr gespannt und schon ziemlich aufgeregt“, sagt Sandra Meersch, die alle Jazzy-Trainingsgruppen anleitet und auch für die „Small group“ die Musik ausgewählt und die entsprechende Choreographie erarbeitet hat.

Sie nennt aber auch unbedingt eine andere Personengruppe, die wesentliche Anteile an der Entwicklung und somit auch an der WM-Qualifikation der sieben jungen Frauen hat – die jeweiligen Familien der Tänzerinnen. „Da sind unsere Kinder zu hüten, da muss mancher Termin schon mal allein wahrgenommen werden, und im Haushalt ist auch immer was zu tun. Nicht nur unsere Männer, sondern oft auch Oma und Opa haben sich den Aufgaben gestellt und uns damit quasi den Rücken frei gehalten. So wollen wir auch als Dank für unsere Familien am Samstag bei der WM alles geben“, nimmt Sandra Meersch gedanklich auch die Angehörigen mit nach Polen zur WM 2017.