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Skadow bekommt hochwassersichere Brücke

So wird die neue Spreebrücke in Skadow aussehen. Der Entwurf der Dresdner Ingenieure sieht keinen Pfeiler im Flussbett vor.
So wird die neue Spreebrücke in Skadow aussehen. Der Entwurf der Dresdner Ingenieure sieht keinen Pfeiler im Flussbett vor. FOTO: EIBS GmbH
Cottbus. Seit dem Hochwasser 2013 ist die Spreebrücke in Skadow gesperrt. Nun wird es endlich einen Ersatz für das Bauwerk geben. Rund 2,6 Millionen Euro wird die neue Brücke kosten. Dafür ist sie hochwassersicher. Mit dem Bau soll noch in diesem Herbst begonnen werden. Peggy Kompalla

Im Jahr 1973 ist die Spreebrücke in Skadow gebaut worden. Viele Jahrzehnte hat sie gute Dienste geleistet, bis sie beim Hochwasser im Jahr 2013 so schwer beschädigt wurde, dass sie gesperrt werden musste. Seither trägt sie nur noch Fußgänger und Radfahrer. Fahrzeuge dürfen die Brücke nicht mehr passieren, müssen einen Umweg fahren. Die Einwohner des Cottbuser Ortsteils haben sich damit wohl oder übel arrangiert. Bald werden die Skadower sogar zwei Brücken haben - zumindest für eine kurze Zeit. Denn die neue Brücke wird zehn Meter nördlich vom alten Bauwerk errichtet. Damit kann die beschädigte Brücke bis zur Fertigstellung der neuen Ende des nächsten Jahres erhalten bleiben. Erst danach wird das lädierte Bauwerk verschwinden. Darüber berichtet Brückenfachmann Frank Semmler aus dem Baudezernat. Demnach hofft die Stadt, mit dem Neubau im Oktober dieses Jahres beginnen zu können. "Derzeit befinden wir uns in der Planungsphase", sagt er und schiebt hinterher: "Der Bau muss unbedingt im nächsten Jahr abgeschlossen werden wegen der Fördermittel." Die rund 2,6 Millionen Euro werden demzufolge komplett von der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) übernommen.

Erhöhung und Dammtor

Nachdem die alte Brücke durch das Hochwasser so massiv Schaden genommen hat, wird das neue Bauwerk laut Frank Semmler unter besonderen Gesichtspunkten des Hochwasserschutzes für Skadow errichtet. So werden die beiden Pfeiler nicht im Flussbett errichtet und die Widerlager nach außen gezogen, außerdem wird die Anbindung erhöht (siehe Grafik). "Damit entsteht ein großer Durchflussquerschnitt unter der Brücke", erklärt Semmler. "Darüber hinaus kann der Deich mit einem Dammtor gesichert werden." Damit bleibt die Brücke selbst im Hochwasserfall befahrbar - für die Einsatzkräfte des Katastrophenschutzes.

Schmale und lange Konstruktion

Die alte Brücke stellt dagegen eine Einengung des Flusses und damit ein Hindernis dar. Denn durch ihre Pfeiler direkt im Wasser waren bei Hochwasser bislang Wachen nötig, um das Bauwerk vor der Zerstörungskraft von Treibgut zu schützen. Die neue Brücke bekommt durch ihre Konstruktion mit 68 Metern eine deutlich größere Spannweite. "Dafür wird sie schmaler", sagt Frank Semmler und schwärmt: "Das wird ein schickes Bauwerk."

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VorstellungsrundeDie Pläne zur neuen Spreebrücke werden den Skadowern am Donnerstag, 23. April, ab 18 Uhr bei einem Info-Abend im Sportlerheim vorgestellt.