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| 01:00 Uhr

Sigrid Scholz ist Cottbus’ erste „Nichtraucherin des Monats“

Nach der Übergabe der Urkunde vor dem Hotel Dorotheenhof: Axel Kernig, Mitglied des Beirats der Initiative „Rauchfreie Stadt Cottbus“ , Sigrid Scholz und Dr. Frank Käßner.
Nach der Übergabe der Urkunde vor dem Hotel Dorotheenhof: Axel Kernig, Mitglied des Beirats der Initiative „Rauchfreie Stadt Cottbus“ , Sigrid Scholz und Dr. Frank Käßner. FOTO: Klaus Alschner
Cottbus.. Sigrid Scholz, Inhaberin des Hotels Dorotheenhof, ist seit gestern erste Cottbuser „Nichtraucherin des Monats“ . Mit diesem Titel wurde sie von der „Initiative Rauchfreie Stadt Cottbus“ ausgezeichnet, die künftig monatlich einen „Nichtraucher des Monats“ würdigen will. Für die Premiere wurde Sigrid Scholz ausgewählt, weil sie in ihrem Hotel Nichtrauchern Vorrang gibt. Von Klaus Alschner

Im Mai hatte Sigrid Scholz das Hotel übernommen und das Restaurant, das vorher nur für Hausgäste betrieben wurde, für die allgemeine Kundschaft geöffnet. Im Restaurant darf nicht geraucht werden. Auch diejenigen der insgesamt 65 Hotelzimmer, die sich in der ersten und zweiten Etage befinden, sind für Raucher tabu. Im dritten Stockwerk gibt es allerdings Räume, in denen auch Raucher logieren können. Die Hotel-Inhaberin hat festgestellt, dass immer mehr Kunden ausdrücklich Nichtraucher-Zimmer wünschen. Bisher hätten sich erst zwei Gäste daran gestört, dass sie nicht im Restaurant rauchen durften. Die meisten Raucher akzeptierten diese Einschränkung. Sigrid Scholz: „Viele sagen, das ist ja wie bei mir zu Hause. Da muss ich auch auf dem Balkon rauchen.“ Sigrid Scholz hat selbst nie geraucht. Ihr Mann Detlef Scholz, einst starker Raucher, entsagt seit einem Jahr dem Nikotin.
Die Initiative Rauchfreie Stadt, aus der im Dezember ein „e.V.“ werden soll, hatte drei Beweggründe für die Aktion „Nichtraucher des Monats“ . Wie Dr. Frank Käßner, Medienbeauftragter des Verbandes der Lungenärzte Deutschlands, erklärte, sind dies erstens die Prävention, dass Jugendliche nicht erst mit dem Rauchen anfangen. Zweitens geht es um den Schutz der Nichtraucher und drittens um einen Anreiz, mit dem Rauchen aufzuhören. Als Lungenarzt stelle er fest, dass die Leiden von 80 Prozent seiner Patienten Folgen des Rauchens seien, etwa chronische Bronchitis, Bronchialkarzinom oder Durchblutungsstörungen. Als bedenklich bezeichnete es Käßner, dass nach einer Erhebung drei Viertel der Cottbuser Jugendlichen rauchten, während das Laster bei Erwachsenen rückläufig sei.

Zum Thema Die Bewerbung
 Um als Nichtraucher des Monats ausgezeichnet zu werden, können sich Bürger und Organisationen selbst bewerben oder andere vorschlagen. Auch Betriebe kommen in Betracht. Die Auszeichnung beinhaltet Urkunde, Plakette und Prämienscheck. Kontakt: Telefon 0355 543922, oder Mail rauchfrei-cottbus@t-online.de