Die Bogensportler des Schützenvereins Briesen und der Schützengilde Cottbus planen einen Trainings- und Wettkampfparcours. Schon ab August soll die Anlage in Sielow nutzbar sein. Das leicht hügelige Territorium mit Lichtungen und Dickicht auf dem Gelände der Schützengilde Sielow bietet optimale Bedingungen für den Bogensport.Die beiden Projektleiter Frank Rostock aus Briesen und Andreas Schwotzer von der Cottbuser Schützengilde wollen dieses Gelände als zukünftiges Bogensport-Trainingzentrum für Südbrandenburg und Nordsachsen entwickeln. Denn eine Anlage in diesem Umfang existiere so noch nicht in der näheren Region, so Frank Rostock. Das Areal müsse auch, um den hohen Anforderungen an die Sicherheit zu genügen, mit speziellen Wegen, Absperrungen, Markierungen und Zäunen versehen werden. Grundsätzlich unterschieden die Bogensportler zwischen verschiedenen Wettkampfarten: Bei der olympischen Fita-Disziplin wird in bestimmten Entfernungen auf Zielscheiben mit Ringwertung geschossen. Im Wald-/Feld- und 3D-Bogensport stehen unterschiedlich große Ziele im Gelände und sind mehrheitlich auf unbekannte Entfernungen zu treffen. Dabei kämpfen die Schützen in den verschiedenen Bogen-Klassen vom klassischen Langbogen wie aus Robin Hoods Zeiten bis hin zum modernsten Compoundbogen aus Alu und Carbon mit Visier und Ausgleichgewichten. Geschossen wird auf Scheiben mit Tierbildern oder auf Schaumstofftiere, die der natürlichen Jagd nachempfunden und möglichst mit dem ersten Pfeil zu treffen sind. Dazu sind auf dem Ziel "Kill"-Bereiche gekennzeichnet. Ob nun nach Sportordnung auf Fita-Ring-Scheiben oder Wald- und Feldbogenscheiben geschossen wird, ist eine Geschmacksfrage. Am 26. Juli findet in Sielow ab 10 Uhr ein offenes Feldbogentraining der Sportler aus Brandenburg und Sachsen statt, die sich zu der Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften qualifiziert haben. Für Interessenten, die den Bogensport kennen lernen und ausprobieren möchten, finden Basis- und Schnupperkurse in Briesen und Cottbus statt.