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| 17:05 Uhr

Senioren im Spreewald
Amt Burg widerspricht im Streit um Parkplätze

 Die Bewohnerin Inge Wilhelm setzt sich dafür ein, dass die Autos auch künftig neben dem Christinenhof parken können.
Die Bewohnerin Inge Wilhelm setzt sich dafür ein, dass die Autos auch künftig neben dem Christinenhof parken können. FOTO: LR / René Wappler
Burg. Mitarbeiterin der Verwaltung spricht von massiven „Eingaben von Anwohnern“. Von Rene Wappler

Die Pressesprecherin des Amtes Burg weist Kritik am Beschluss der Gemeindevertreter zurück, künftig keine Parkplätze mehr an der Hutungstraße neben dem Seniorenheim Christinenhof zuzulassen. Die Fahrbahn sei bei seitlich parkenden Autos nicht mehr breit genug, um Rettungswagen und Entsorgungsfahrzeugen ein gefahrloses Passieren zu gewähren, gibt Kerstin Möbes zu bedenken. Fahrer von Müllfahrzeugen navigieren demnach vorsichtig an den parkenden Autos vorbei.

„Es werden Bürgersteige und Borde zerfahren“, erklärt die Pressesprecherin. „Seit Jahren gibt es massiv Eingaben von Anwohnern, die zum Beispiel teilweise kaum aus ihren Ausfahrten kommen.“

Pflegeheim widerspricht dem Amt Burg

Damit widerspricht sie der Aussage von Johannes Heine, der als Geschäftsleitungsassistent beim Pflegeverein Spreewald in der Hutungstraße arbeitet. Er hatte sich gegen das Verschwinden der Parkplätze gewehrt: Es liege im Interesse von Bewohnern, Gästen und Mitarbeitern, Rücksicht zu nehmen, sagte er. Kein Rettungsfahrzeug sei seit dem Bau des Heimes im Jahr 1995 steckengeblieben. Der Pflegeverein erfülle darüber hinaus einen Versorgungsauftrag für die Menschen in der Region. „Wir sehen die Leistung unserer Mitarbeiter durch die Gemeindevertreter nicht genügend gewürdigt“, erklärte Johannes Heine in der vergangenen Woche.

Pflegeheim lehnt Bau von Parkplätzen ab

Auch das sieht die Pressesprecherin des Amtes Burg anders. Bereits im Januar habe die Verwaltung versucht, gemeinsam mit der Geschäftsführung des Pflegeheims eine Lösung zu finden. Doch das Heim lehne den Bau zusätzlicher Parkplätze auf dem eigenen Gelände ab, obwohl der Platz dafür vorhanden sei, erklärt Kerstin Möbes. Grundsätzlich sei es nicht die Aufgabe der Gemeinde, solche Plätze bereitzustellen, sondern die des Eigentümers.