Bei der Zusammenkunft der Mitglieder des Computerklubs am vergangenen Montag standen die nächsten Ziele nach der Sommerpause im Mittelpunkt der Diskussion. "Wir wollen gebündelter und zielgruppenorientierter arbeiten", erklärte Woycieszack und forderte die Mitglieder auf, die Inhalte der 14-täglichen Treffen mit zu bestimmen.

"Das Telefonieren mit Skype", schlug ein Mitglied vor. Die anderen nicken zustimmend. Eine Teilnehmerin war an Power-Point interessiert. Der Lektor notierte sich die Wünsche. Dabei verwies er auf die neue Multimedia-Arbeitsstation der Urania. Sie erweitere die Möglichkeiten, sich neuen Programmen zu widmen. Geschäftsführerin Cornelia Schneider erklärte das Anliegen: "Hier können Fotos eingescannt, Schallplatten, Musikkassetten und analoge Videos digitalisiert und zur weiteren Verarbeitung auf CD oder DVD gespeichert werden."

Am liebsten erkunden die Senioren neue Software. Seminare und Workshops zu kostenlosen Programmen für den Freizeitbereich gehören dazu. Das Konzept des Medienzentrums 50 Plus beinhaltet Angebote für Menschen in der dritten Lebensphase, die helfen, sich Schritt für Schritt in kleinen Gruppen an den sicheren und fachgerechten Umgang mit den Computer heranzutasten.

Helga Nattke (68) aus der Multimedia-Gruppe des Senioren-Computer-Clubs der Urania beschäftigt sich seit drei Jahren mit der modernen Technik und ist begeistert. "Ich bin für den Ströbitzer Bürgerverein tätig und schicke Fotos und Texte über den Computer an die Presse", sagte sie. Das sei für ihre ehrenamtliche Arbeit eine riesige Erleichterung. Mit einem Grundkurs für Computer habe sie begonnen und sich nach und nach an die anderen Möglichkeiten wie Text- und Bildbearbeitung herangearbeitet. Voller Hochachtung sprach sie von Lektor Jürgen Woycieszack, der keine Frage unbeantwortet ließe. "Er ist ein Maestro", betonte sie.

Anneliese Uhlich (72) nutze das Internet. "Ich mache Online-Banking", berichtete sie. Für den Tierparkförderverein habe sie auch eine Bildershow mit ihren Fotos erstellt. Herbert Ramoth ist ein Fan der vielen Möglichkeiten, die der Computer bietet. Heute gehört der 68-jährige Cottbuser zu den Clubmitgliedern. Regelmäßig treffen sich die Cottbuser in der Friedrich-Ludwig-Jahnstraße 13. "Man lernt hier viel Neues", sagte Ramoth.

"Seit September 2004 gibt es den Senioren-Computer-Club", so Woycieszack. Mehr als 50 Mitglieder gehören heute dazu. In fünf Interessengruppen tauschen die Mitglieder ihre Erfahrungen aus, geben Tipps untereinander weiter und surfen im Internet. "Hier findet jeder Hilfe bei Problemen mit der Technik, erfährt Neues zu Sicherheitsfragen in der Computerarbeit oder findet Unterstützung bei der Anschaffung von Computerzubehör", erklärte er.