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| 18:50 Uhr

PRO - Fit durch die fetten Tage
Selbstkontrolle ohne Mogeln

Peggy Kompalla
Peggy Kompalla FOTO: Sebastian Schubert / LR
Bei manchem RUNDSCHAU-Leser wird ein Schrittzähler unter dem Weihnachtsbaum gelegen haben. Ich gebe Entwarnung: Ehrlich, das ist eine gute Investition. Ich habe mir ein solches Gerät vor drei Jahren freiwillig zugelegt.

Natürlich handelt es sich dabei um eine Selbstvermessung. Das lässt sich nicht leugnen. Doch das Maß bestimmt jeder selbst und niemand sollte die Schrittzähl-Ergebnisse mit einem vermeintlich günstigeren Krankenkassen-Tarif verbinden. Ich zähle nur Schritte, Etagen und Kilometer. Das reicht vollkommen. Der Schrittzähler ist Selbstkontrolle und Motivation zugleich. Wie oft bin ich nach dem Abendbrot noch einmal um den Block gelaufen, nur um die noch fehlenden 347 Schritte nachzuholen, um die anderen zu überholen. Denn tatsächlich macht die Schrittzählerei noch mehr Spaß, wenn sich Sportfreunde dem alltäglichen Wettbewerb stellen. In meiner Version werden die Schritte der vergangenen sieben Tage zusammengezählt und verglichen. Damit können Schwankungen unter der Woche gut ausgeglichen werden und der Wettbewerb endet nicht in einem täglichen Windhundrennen – an dem jeder schnell die Lust verlieren würde.

Doch interessanterweise sind ausgerechnet die größten Schrittzählerverfechter der Anfangstage in meiner Freundesliste mittlerweile inaktiv. Dabei war für mich eine der größten Offenbarungen, wie viele Schritte etwa beim Putzen in der Wohnung tatsächlich gemacht werden oder wie effektiv ein Spaziergang auf Arbeit ist. Der Fahrstuhl kennt mich schon gar nicht mehr. Natürlich nehme ich immer die Treppe, denn jeder Schritt zählt. Schließlich lässt sich Faulheit nicht mehr einfach leugnen. Ein Sonntag ohne Aktivitäten bringt maximal 1500 Schritte. Mein tägliches Ziel sind aber 10 000. Gerade habe ich 3580 Schritte auf dem Konto. Das wird also ein extralanger Spaziergang nach Hause. Ich muss los.