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| 02:36 Uhr

Sechs Medaillen für Lausitzer Feuerwehr

5000 Zuschauer verfolgten das Hakenleitersteigen in Villach. In dieser Aufnahme startet Maik Endemann vom Team Lausitz mit der Nummer 41.
5000 Zuschauer verfolgten das Hakenleitersteigen in Villach. In dieser Aufnahme startet Maik Endemann vom Team Lausitz mit der Nummer 41. FOTO: Bastisch
Cottbus/Villach. Die Lausitzer Feuerwehrsportler sind mit dem Vize-Titel und sechs Medaillen von Olympia im österreichischen Villach zurückgekehrt. Fünf holten die Männer des Teams Lausitz und eine die Frauen der Brandenburg-Auswahl. Peggy Kompalla

Damit ist das Team Lausitz mit seinem bislang besten Ergebnis von einer Feuerwehr-Olympiade nach Cottbus heimgekehrt. Seit 1997 nehmen sie an den Wettkämpfen regelmäßig teil.

Das ringt auch dem obersten Feuerwehrchef, Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD), allen Respekt ab. Denn auch eine siebente deutsche Medaille holte ein Brandenburger Team: Märkisch-Oderland gewann Gold beim Löschangriff nass. "Das ist eine klasse Leistung. Absolut beeindruckend. Wir sind alle sehr stolz auf unsere erfolgreichen Feuerwehrleute. Unter allen deutschen Teams gewannen ausschließlich die Brandenburger Mannschaften Medaillen. Das ist ganz außerordentlich. Sie haben nicht nur Brandenburg, sondern ganz Deutschland hervorragend vertreten. Der Erfolg zeigt, wie engagiert und gut trainiert unsere Wehren und unsere Sportler sind. Nur mit viel Übung und Fitness kommen solche Leistungen zustande", sagt er.

An den starken Tschechen war in diesem Jahr bei Olympia kein Vorbeikommen. Den Titel sicherten sie sich aber erst in der letzten Disziplin -beim Hakenleitersteigen. Bis zum letzten Wettkampftag lagen die Männer des Teams Lausitz mit den späteren Olympiasiegern punktgleich auf.

Die Lausitzer standen in allen Disziplinen auf dem Treppchen: Bronze gab es für den 100-Meter-Hindernislauf und das Hakenleitersteigen. Silber für die Vier-Mal-100-Meter-Stafette und den Löschangriff nass. Der Cottbuser Feuerwehrmann René Frost legte in der Einzelwertung mit einem neuen deutschen Rekord von 14,21 Sekunden noch eine Silbermedaille im Hakenleitersteigen obendrauf. Die Frauen holten als Team Brandenburg im Löschangriff nass ebenfalls Silber. Besonders bitter: Ihnen fehlten gerade einmal fünf Hundertstel zum Gold. Das durften sich schließlich die Tschechinnen umhängen.

Der Leag-Werkfeuerwehrleiter Hartmut Bastisch war in Villach als Wettkampfleiter im Einsatz. Der Feuerwehrsport ist eine Familienangelegenheit. Sein Sohn Benny Bastisch ist der Trainer vom Team Lausitz. Vater Bastisch sagt: "Bei Olympia in Mulhouse, Frankreich, hat das Team vor vier Jahren den dritten Platz belegt. Jetzt in Villach den zweiten. Da kann es in vier Jahren in Slowenien nur noch besser werden."