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Schwierige Balkonsanierung in Sandow

Cottbus. In Sandow in der Sanzebergstraße besteht Balkonien in diesem Jahr aus einem Gerüst. Simone Paproth hat sogar Verständnis dafür. Peggy Kompalla

"Ich habe einen Garten, da ist es nur halb so schlimm." Außerdem würde ja das Haus gemacht. Das sei wichtig und gut. Trotzdem ärgert sie sich. "Es geht nichts voran und wir wissen nicht warum", sagt sie RUNDSCHAU-Telefon verärgert. Die Bewohner des Achtgeschossers werden noch bis in den Oktober mit den Bauarbeiten leben müssen. Das erklärt die Gebäudewirtschaft Cottbus (GWC) auf Nachfrage. Die Sanierung stellte sich zunächst als komplizierter heraus als angenommen und dann fanden sich keine Baufirmen für den Auftrag.

In ihrer Wohnung hat Simone Pap roth zwei Balkone. Einer ist fast fertig, der andere steht noch im Rohbau da. So berichtet sie es und fragt: "Was ist da los?" Sie fühlt sich von ihrem Vermieter nicht ausreichend informiert. "Wir wissen überhaupt nicht, was uns erwartet." Dabei war den Mietern von vornherein gesagt worden, dass die Balkonsaison in diesem Jahr ausfällt. "Am 6. März wurden das Gerüst gesetzt und die Balkonbrüstungen abgenommen. 25 Wochen sollten die Arbeiten dauern - also bis zum 1. September", erzählt die Sandowerin. Danach sieht es schon lange nicht mehr aus.

Das bestätigt Angela Peschk von der GWC. "Nach jetzigem Planungsstand werden die Arbeiten an den Balkonen voraussichtlich in der zweiten Oktoberhälfte abgeschlossen sein." Sie nennt die Gründe für die Bauverzögerungen. "An den Deckenplatten einzelner Balkone stellten sich bei der Instandsetzung Betonschäden heraus, die eine Sanierung unmöglich machten. Sie müssen komplett ausgetauscht werden." Über diesen Sachverhalt seien die Mieter im Juli in Kenntnis gesetzt worden.

Der größere Arbeitsumfang machte eine Ausschreibung nötig, um Unternehmen zu finden und zu beauftragen. "Doch leider ging für die Gesamtleistung kein Angebot ein", erklärt Angela Peschk. Nach Gesprächen mit mehreren Bauunternehmen entschied sich die GWC für eine Aufteilung der Bauleistung. So übernehmen mehrere Firmen die Erneuerung der Deckenplatten. "Durch diese Lösung können die Bauarbeiten in der Sanzebergstraße 4 bis 7 weitergehen."

Ebenfalls könnten die Arbeiten an der Schweriner Straße 11 fortgesetzt werden. Dort hatten Schwalben ihre Nester gebaut und brüteten. Daraufhin waren die Baupläne geändert worden. "Während die Bauarbeiten an den der Eingangsseite abgewandten Balkonen bereits seit dem 19. Juli erfolgen dürfen, wird nun auch die Einrüstung der Hauseingangsseite vorgenommen", sagt die GWC-Sprecherin und ergänzt: "Die Bauarbeiten werden unter ornithologischer Begleitung ausgeführt."