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| 16:44 Uhr

Cottbuser Umland
Schwere Maschinen in Peitz

 Fachsimpeln unter Truckern und Besuchern in Peitz.
Fachsimpeln unter Truckern und Besuchern in Peitz. FOTO: Marion Hirche
Peitz. Die dritte Auflage von „Trekker trifft Truck“ mit einer durchwachsenen Bilanz. Von Marion Hirche

Zum dritten Mal hieß es am Wochenende in Peitz auf dem Festgelände „Trekker trifft Truck“. Denis Markus erinnert sich noch an die Anfänge: „Die Idee dazu ist am Biertisch geboren. Die Preilacker haben regelmäßig Trekkertreffen organisiert. Als sie damit aufhören wollten, ist es dann zu diesem Vorhaben gekommen.“ Zusammen mit einigen Enthusiasten haben die Peitzer und Preilacker 2015 das erste Aufeinandertreffen der großen und kleinen Maschinen organisiert. Das fand Anklang. Die dritte Auflage beweist: Das Konzept zieht. Mehr als 50 Zugmaschinen und Auflieger sind am Wochenende auf dem großen Platz aufgereiht. Dazu kommen moderne und Oldtimer-Traktoren.

Karsten, Stephan, Jan, Heiko und viele andere „Ritter der Straße“ treffen sich hier mit ihren „Zweitwohnzimmern“. Gewissermaßen als Türschilder kann jeder lesen, wer den Truck fährt. „Wenn wir uns treffen, wollen wir doch wissen, mit wem wir sprechen“, erklärt Dominik Konzack. Bruder Andreas stellt zu den glänzenden Trucks auch noch einen Trabi mit Klappfix in Blau-Silber.

Die schicken Zugmaschinen in glänzenden „Lackkleidern“ haben einige Wege hinter sich. Sie kommen aus Elstra in Sachsen, aus den Landkreisen Oberspreewald-Lausitz, Dahme-Spreewald, Potsdam-Mittelmark, Spree-Neiße und Cottbus. Viele Fahrzeuge geben gute Marketingflächen ab.

Der absolute Renner ist der Truck vom Organisator selbst. Auf dem Auflieger sind Grüße aus der Fischer- und Festungsstadt Peitz verewigt. Dazu kommen Bilder von der Peitzer Festung, vom Teichgebiet, vom Rathaus und von einem Fischer. Auf dem Fahrerhaus ist nochmals die Festung zu sehen. Das ist ein tolles Aushängeschild für die Heimatstadt.

Zu diesem Motiv gesellt sich ein ganz besonderes Fahrzeug: eine Ameise. Der Oldtimer interessiert den Nachwuchs. Deshalb erklärt Mathias Huras seiner achtjährigen Tochter Cäcilia, die sich als Fahrerin ausprobiert. „Die hat kein Lenkrad. Hier lenkt man mit den Füßen.“

Zu den ungewöhnlichen Fahrzeugen gehören auch die Unimogs von Daniel Barth. Er stellt das Universalfahrzeug als Straßenreinigungsmaschine vor. Er arbeitet in einem Peitzer Unternehmen, das dieses Riesending auch nutzt. „Für uns ist die Veranstaltung hier am Wochenende eine gute Werbemöglichkeit“, sagt er. Ganz privat hat der Mann aus Bärenklau noch seinen eigenen Unimog mitgebracht. „Das ist ein ausgedienter Bundeswehrkrankenwagen, mit dem ich jetzt Ausflüge mache.“

Dajana Mucke aus Cottbus bestaunt mit der ganzen Familie die vielen Fahrzeuge. Ihr Mann ist selbst Kraftfahrer. Bernd Jentzsch aus Limberg, Karsten Grisk aus Milkersdorf und Stefan Frank aus Müschen haben endlich mal Zeit für einen gemütlichen Kollegenplausch. „Das ist doch hier die beste Gelegenheit.“

Nicht ganz so viel Resonanz gibt es von den Trekkerfans. Dafür hat Denis Markus auch eine Begründung: „Die Trekkerfreunde wollen immer mit ihren Fahrzeugen spielen. Das geht hier nicht so gut.“ Die Schlepperfreunde aus Groß Oßnig und die Branitzer Trekkerfreunde waren dennoch vertreten. Zudem gibt es mehrere Offerten für die ganze Familie. Die Verkehrswacht bietet mit ihren ehrenamtlichen Helferinnen Carmen Böhme und Kathrin Boddeutsch Testfahrten für Kleine und Überschlagstraining für Große an. Ein Kinderkarussell, das Festzelt und auch Essen und Trinken runden das ganze Geschehen ab. Für Uwe Freitag aus Turnow ist es genau das Richtige: „Wir fahren immer mit den Enkeln zu dieser Schau. Auch die Kleinen sind begeistert.“ Die Organisatoren hätten sich aber mehr Besucher gewünscht.

 Fachsimpeln unter Truckern und Besuchern in Peitz.
Fachsimpeln unter Truckern und Besuchern in Peitz. FOTO: Marion Hirche