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Schwebendes Haus für Burger Kinder

Burg. Die Gemeindevertretung Burg hat am Mittwochabend das Farbkonzept für die Fassade des Neubaus der Gesundheitskita "Spreewald-Lutki" beschlossen. Damit können die Planungen für die derzeit größte öffentliche Investition im Kurort fortgesetzt werden. Ulrike Elsner

Zur Auswahl standen drei Varianten. Die erste setzt auf verschiedene Töne der gleichen Farbfamilie, Variante 2 auf den Kontrast unterschiedlicher Farben, Variante 3 auf die Verwendung gleicher Farben. Die Abgeordneten folgten dem Vorschlag der Experten und entschieden sich für Variante 1. Planerin Annette Feige hatte zuvor dafür plädiert, mit verschiedenen Tönen einer Farbfamilie das Konzept für den Innenraum fortzusetzen, wo die Kinder sich an der Wandgestaltung orientieren können. Allerdings halte sie ebenso wie Architekt Martin Stauß schreiende Töne im Burger Zentrum für unpassend. Die Entscheidung fiel auf warme Erdtöne für das Obergeschoss. Das Erdgeschoss soll einen weißen Anstrich erhalten, was dem Gebäude etwas Leichtes, Schwebendes gibt.

Das 2,8 Millionen teure Gebäude soll im Frühjahr 2019 in Betrieb gehen. "Baubeginn ist im September dieses Jahres", sagte Hauptamtsleiter Christoph Neumann auf RUNDSCHAU-Nachfrage.

Das Projekt wird mit Fördermitteln in Höhe von 2,065 Millionen Euro aus dem Landesministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft gefördert. Die Gemeinde Burg steuert rund 700 000 Euro Eigenmittel bei.

Für die meisten Eltern und Kinder ergeben sich für die rund 18-monatige Bauzeit notgedrungen längere Wege. Allerdings sei ein gutes Ausweichquartier gefunden, betonte der Hauptamtsleiter. Ende August soll die gesamte Kita, in der derzeit rund 90 Kinder in sechs Gruppen betreut werden, ins kürzlich für den Werbener Hort sanierte Erdgeschoss der ehemaligen Werbener Schule umziehen. Für den Hort wird zuvor das erste Obergeschoss des alten Schulgebäudes ausgebaut.

Gesunde Ernährung aus der eigenen Küche ist selten in Deutschland, gehört aber zu den Qualitätsmerkmalen der Burger Kita. Auch während der Bauzeit soll in Burg gekocht und das Essen nach Werben transportiert werden. Ein Vorteil des Ausweichquartiers ist Baufreiheit für die neuen Kita-Außenanlagen in Burg. "Das verkürzt die Bauzeit", betonte Christoph Neumann.

Im Jahr 2013 waren die Gebäude 1 bis 3 auf dem Kita-Gelände umfassend saniert worden. Dabei ist der Standard in den Waschräumen, entsprechend dem Kneipp-Konzept der Kindereinrichtung, erhöht worden. Außerdem haben sich durch die Erneuerung von Dach und Fassaden die klimatischen Bedingungen verbessert.