„Keiner weiß, wie lange es dauert, bis wir wieder normal leben können. Aber wir wissen, was wir tun sollen und können: Abstand halten, helfen und Mundschutzmasken nähen bis die Nadel glüht“, sagt Dieter Dombrowski, Vorsitzender des Menschenrechtszentrums Cottbus, das sich an der Aktion „Gemeinsam gegen das Virus“ beteiligt. Durch die Corona-Krise gibt es einen Lieferengpass und es fehlt an entsprechender Schutzausrüstung in Kliniken und bei Pflegediensten.

Für die Herstellung dieser Masken stellt das Menschenrechtszentrum Cottbus die Räume der Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus zur Verfügung, die zurzeit wegen des Coronavirus den Betrieb eingestellt hat. HobbyschneiderInnen oder solche, die es werden wollen, die sich zum Nähen melden, können unter Beachtung der Hygiene- und Abstandvorschriften in einer ehemaligen Zelle platziert werden und die Masken nach einer Anleitung nähen. Damit werden einstige Gefängniszellen zu Nähstuben.

Alternativ können die Mundschutze nach den Vorgaben auch Zuhause genäht werden.

Die Behelfsmundschutze sind aus kochfester Baumwolle und entsprechen nicht der Norm, sie können aber das Risiko der Übertragung des Coronavirus reduzieren, da sie die Verteilung von Tröpfchen verhindern, die beim Sprechen, Husten oder Niesen entstehen.

Um ihn selbst herzustellen, benötigen Bürgerinnen und Bürger kochfeste Baumwolle und einen biegsamen Draht sowie eine Nähmaschine, eine Schere und ein Bügeleisen. Die Cottbuser Hobbyschneiderin Carola Michalik ist dem Aufruf des Menschenrechtszentrums gefolgt und zeigt im Video, wie es geht.

Youtube Mundschutz im Handumdrehen selbst genäht. Cottbuserin Carola Michalik zeigt im Video, wie es geht.

„Wir brauchen weiterhin Helfer. Wir haben jetzt hier Nähmaschinen und nicht genug Leute dafür. Das ist schade, weil der Bedarf sehr groß ist. Solche Masken sollen sogar an die Feuerwehr und die Rettungsdienste ausgegeben werden. Auch eine Arztpraxis hat bei uns Masken bestellt“, sagt Sylvia Wähling, geschäftsführende Vorsitzende des Menschenrechtszentrum Cottbus e.V. und Leiterin der Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus.

Wer helfen möchte oder noch Infos benötigt, kann sich im Menschenrechtszentrum melden. Telefon: 0355-2901330 oder 0355-29013311, E-Mail: sylvia.waehling@menschenrechtszentrum-cottbus.de.

Benötigt werden auch Geldspenden, um Materialien zu kaufen, Materialspenden (Stoffe, Stoffreste, Garn, Nadeln, Scheren, Bügeleisen, dünnen und leicht biegsamen Draht), Nähmaschinen zur Leihe und natürlich fleißige NäherInnen.