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Wahl
Schulze bleibt im Bundestag

Spannung im Bürgerhaus Kausche: Der Bundestagsabgeordnete Klaus-Peter Schulze (Mitte) musste ein Kopf-an-Kopf-Rennen aushalten.
Spannung im Bürgerhaus Kausche: Der Bundestagsabgeordnete Klaus-Peter Schulze (Mitte) musste ein Kopf-an-Kopf-Rennen aushalten. FOTO: Annett Igel-Allzeit
Kausche. Klaus-Peter Schulze hat es zum zweiten Mal als Direktkandidat in den Deutschen Bundestag geschafft. Das gelang mit einem vorläufigen Endergebnis von 28,41 Prozent. Annett Igel-Allzeit

Den größten Anteil der Wähler - 36,62 Prozent - konnte sich Schulze in Spremberg, wo er Bürgermeister war, sichern. "Im Bundestag habe ich in den vier Jahren versucht, mich einzubringen und Netzwerke zu knüpfen. Allein ist man da nämlich erschossen. Schön, dass ich das fortführen kann." Aber seine Freude sei zweigeteilt. Dass es die AfD sogar bei den Erststimmen so weit vorn steht, überrasche ihn. "Da wird sich Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) seine Kreisgebietsreform noch einmal überlegen müssen", sagt Schulze. Auch in Mecklenburg-Vorpommern hätten die Wähler die Landesregierung für die Kreisgebietsreform mit vielen Stimmen für die AfD abgestraft. "Ich bin gespannt, welche fundierten Konzepte die AfD zur Verockerung der Spree aus der Tasche zaubert", sagt Schulze. Erfahrungen sammelt bereits der CDU-Landtagsabgeordnete Raik Nowka: "Im Landtag werden von den AfD-Abgeordneten nur Schaufensteranträge gestellt, die bei den Wählern ankommen sollen - und alles dreht sich um das Thema Flüchtlinge."