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Schulungen in der Krieschower Fahrzeughalle sind Geschichte

Der Nachwuchs hat am Samstag viel Spaß beim Ausprobieren der Technik. Die Freiwillige Feuerwehr Krieschow will wieder eine eigene Jugendgruppe aufbauen.
Der Nachwuchs hat am Samstag viel Spaß beim Ausprobieren der Technik. Die Freiwillige Feuerwehr Krieschow will wieder eine eigene Jugendgruppe aufbauen. FOTO: Hirche/jul1
Krieschow. "Wir wollen Nachwuchs werben, und wir wollen allen zeigen, was wir uns in unserem Gerätehaus in den vergangenen Monaten geschaffen haben", begründet Ortswehrführer Hans-Joachim Leska den ersten Tag der offenen Tür der Feuerwehr in Krieschow. Er persönlich hat schon für Nachwuchs bei den Florianjüngern gesorgt: Seine Enkel Nils, Vincent und William sind alle drei schon bei der Feuerwehr. Marion Hirche/jul1

Der siebenjährige Nils wohnt in Limberg und gehört der Kinder- und Jugendfeuerwehr in Kunersdorf an. Die anderen beiden sind Wiesendorfer und gehen zur Kinderfeuerwehr in Klein Gaglow. Auch der vierjährige Moritz Hellwig, der den Schlauch schon gut hält und den Strahl ins Ziel bringt, ist bei den Gaglowern. "Wenn wir in Krieschow genug Kinder haben, wollen wir wieder eine eigene Nachwuchsgruppe öffnen", verspricht der Ortswehrführer. Zurzeit gibt es keine. "Und wir haben auch nur eine Frau in unseren Reihen", bedauert er. 18 Männer sind aktiv. Dazu kommen noch einige Mitglieder in der Alters- und Ehrenabteilung, zählt der Ortswehrführer auf.

Während der Nachwuchs die Technik bestaunt, gratulieren die Älteren zur gelungenen Neugestaltung der Räumlichkeiten im Feuerwehrgebäude. Seit Januar haben die Kameraden saniert und umgestaltet. Da waren auch die drei Petras-Männer mit dabei: Vater Reiner und seine Söhne Manuel und Marco. Der Anhängerraum ist renoviert und nun ein Umkleideraum. Die Spinde wurden mit einem neuen Rot lackiert. Der Hänger steht jetzt in der alten Garage. Und der frühere Umkleideraum ist ein Schulungsraum.

"Bisher haben wir unsere Schulungen in der Fahrzeughalle durchgeführt, weil wir keinen anderen Raum hatten", so Carsten Graske. Der 28-Jährige ist gern bei der Feuerwehr, schätzt die Kameradschaft und findet den Wandel der Technik sehr spannend. "Demnächst werden wir auch noch eine kleine Küchenzeile einbauen, damit wir uns auch mal einen Kaffee kochen können", erläutert der Ortswehrführer den Gästen.

Zu ihnen zählten auch Kameraden der ersten Stunde: Der 87-jährige Erwin Friebel wurde extra aus dem Heim in Burg geholt. Er ist der letzte noch lebende Feuerwehrmann, der nach dem Krieg die Feuerwehr 1947 in Krieschow wieder mit in Gang setzte. Über die vielen Verbesserungen im Gerätehaus freut sich auch der 83-jährige Reinhard Semisch, der 63 Jahre lang das Protokollbuch der Krieschower Wehr exakt führte. Darin sind alle Einsätze vermerkt. Pro Jahr sind die Krieschower durchschnittlich 25-mal im Einsatz. Der größte Einsatz in diesem Jahr war der beim Großbrand auf dem Gelände eines Gemüse- und Obstanbaubetriebes in Vetschau.