| 02:33 Uhr

Schule für niedersorbische Sprache und Kultur geehrt

Die langjährige Schulleiterin Maria Elikowska-Winkler steht nun in der Ehrenchronik der Stadt.
Die langjährige Schulleiterin Maria Elikowska-Winkler steht nun in der Ehrenchronik der Stadt. FOTO: Stadtverwaltung/Gloßmann
Cottbus. Oberbürgermeister Holger Kelch hat die Arbeit der Schule für niedersorbische Sprache und Kultur als herausragend gewürdigt. "Als Oberbürgermeister der größten zweisprachigen Stadt Deutschlands bin ich stolz auf diese einzigartige niedersorbische Bildungseinrichtung, die sich schließlich in Trägerschaft unserer kreisfreien Stadt befindet", sagte Kelch auf einer Festveranstaltung anlässlich des 25. red/ik

Gründungstages der Schule.

Mit Maria Elikowska-Winkler konnte sich die langjährige Leiterin als Dank für ihr unermüdliches Wirken in die Ehrenchronik der Stadt Cottbus/Chosebuz eintragen. Vorläufer der heutigen Einrichtung war die seit 1952 bestehende "Zentrale Sorbische Sprachschule" in Dissenchen, die sich in Trägerschaft des ehemaligen Bezirkes Cottbus befand. Nach 1990 hat die kreisfreie Stadt Cottbus/Chosebuz, die sich von Anfang an zum sorbischen/wendischen Siedlungsgebiet bekannte, die Schule übernommen. Gewürdigt wurde zudem der Einsatz des damaligen Oberbürgermeisters Waldemar Kleinschmidt und des ersten Beauftragten für sorbische/wendische Angelegenheiten, Bernhard Rentsch.

Mit der Schule, so OB Kelch, konnten Erwachsene wieder ihre lange unterdrückte Muttersprache erobern, deren Erlernen ihnen als Kinder und Jugendliche versagt geblieben war. Zudem wurden Kommunal- und Regionalpolitiker sowie Angestellte der verschiedenen Verwaltungen und Behörden weitergebildet. Finanziell wird die Schule auch vom Landkreis Spree-Neiße und der Stiftung für das sorbische Volk unterstützt. Kelch: "Diese Einrichtung hat in den vergangenen 25 Jahren einen unschätzbar wertvollen kulturellen Beitrag zum Erhalt und zur Revitalisierung der niedersorbischen Sprache geleistet."