| 16:27 Uhr

Ein erster und zwei zweite Preise
Erster Preis für musikalische Parkführung

Glückwünsche für Mareike Marwitz, Greta Grüning und Sarah Jahn (v.l.).
Glückwünsche für Mareike Marwitz, Greta Grüning und Sarah Jahn (v.l.). FOTO: Annemarie Ziegler
Cottbus. Drei Schülerinnen des Evangelischen Gymnasiums werden für ihre Forschungsarbeiten ausgezeichnet.

Drei Abiturientinnen des Evangelischen Gymnasiums wurden am Donnerstagabend bei einer Mitgliederversammlung des Vereins „Fürst Pückler in Branitz“ in der Gutsökonomie für ihre Seminar arbeiten zum Thema Pückler ausgezeichnet.

In Zusammenarbeit von Verein, Gymnasium und Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz hatte in den vergangenen zwei Jahren ein wissenschaftspropedeutischer Seminarkurs stattgefunden. Unter dem Titel „Hermann Fürst von Pückler-Muskau, Schloss und Park Branitz 4.0“ wurden die Schüler an verschiedene Formen wissenschaftlichen Arbeitens herangeführt. Sie entwickelten eigene Fragestelllungen, unter der Leitung von Sabine Haustein, Geschichts- und Französischlehrerin, lernten sie Methoden und Herangehensweisen zur Bearbeitung eigener Forschungsthemen. Am Donnerstagabend wurden die drei besten Arbeiten des Kurses, die zuvor von der Schule zur Preisverleihung vorgeschlagen worden waren, vorgestellt.

Die dreiköpfige Jury mit Schulleiter Kaspar Kaiser, Pückler-Vereins-Vorsitzendem Bernhard Neisener und Stiftungskustodin Simone Neuhäuser vergab den mit 300 Euro dotierten ersten Preis an das Projekt „Fürst Pückler-Muskau und seine musikalische Seite“ von Sarah Jahn (17). Der zweite mit jeweils 150 Euro dotierte Preis wurde gleich zweimal vergeben. Er ging an die Arbeiten von Greta Grüning (18) „Pückler im Orient“ und von Mareike Marwitz (18) „Der grüne Fürst auf der grünen Insel“.

Allen drei Preisträgerinnen hat die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Fürsten viel Freude bereitet. „Das Finden und Bearbeiten einer eigenen Fragestellung hat mir viel Spaß gemacht“,sagt Sarah Jahn. „Ich fand die Arbeit sehr interessant und ich habe viel über Pückler und den Branitzer Park gelernt.“ Sie untersuchte die Frage: War Pückler ein musikalischer Gärtner oder ein theorethischer Musiker? In Auseinandersetzung mit Parallelen zwischen Musik und Park erstellte sie eine eigene Homepage und konzipierte eine Führung durch den „musikalischen Branitzer-Park“, die mithilfe eines QR-Codes und einer App funktionieren soll.

Greta Grüning beschäftigte sich mit Pücklers Orientreise und dem Orientalismus im 19. Jahrhundert. „Auch mir hat die Arbeit viel Spaß gemacht. Besonders gut fand ich die Kooperation mit den anderen Einrichtungen, von denen wir viel Unterstützung bekommen haben. Das Beschäftigen mit der regionalen Geschichte hat mir gut gefallen“, resümiert sie.

„Ich finde, Pückler war eine spannende Persönlichkeit. Und nach dem Projekt habe ich nochmal einen viel persönlicheren Bezug“, so Mareike Marwitz, die sich mit Pücklers Irlandaufenthalt und seiner Selbstinszenierung auseinandersetzte.

„Auch wir haben durch die Arbeiten der Schüler einiges dazugelernt und nochmal andere Sichtweisen auf Pückler kennengelernt“, lautet das Resümee von Kustodin Simone Neuhäuser.

(Annemarie Ziegler)
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