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| 15:39 Uhr

JUKS e.V. sucht Talente
Eine Frischekur für den Pegasus

Theaterpädagogin Nadine Tiedge sucht Mitgestalter eines interessanten Rahmenprogramms für die Schüler-Kunst-Tage.
Theaterpädagogin Nadine Tiedge sucht Mitgestalter eines interessanten Rahmenprogramms für die Schüler-Kunst-Tage. FOTO: Marlies Kross / Staatstheater Cottbus
Cottbus. Die 22. Schüler-Kunst-Tage stehen unter dem Motto „Das Festival, das du selbst machst“. Das Publikum ist aufgerufen, das Rahmenprogramm zu gestalten. Am 24. und 25. März soll es nachmittags einen „Workshop-Flashmob“ geben.

Traditionell wird die Kammerbühne in der Wernerstraße in jedem Frühjahr zum professionellen Podium für kunstbegeisterte Jugendliche. Die Teilnehmer des jährlich stattfindenden Festivals erhalten die Chance, ihr Können in den Sparten Theater, Musik und Tanz unter Beweis zu stellen und das Publikum mit an- und aufregenden Beiträgen zu unterhalten.

In diesem Jahr gibt es dabei einige Neuerungen. Wenn sich am 23. März der Vorhang zur 22. Ausgabe des beliebten Wettstreits öffnet, dann nicht nur für Theater- und Tanzgruppen, Chöre und Bands, die sich um den Pegasus bewerben.  Erstmals gibt es ein Rahmenprogramm, das die Zuschauer zum Verweilen einlädt.

„Wir haben festgestellt, dass die Fangruppen, die eine Aufführung begleiten, meist nach Hause gehen, wenn ihr Auftrag erfüllt ist“, sagt Theaterpädagogin Nadine Tiedge. Das ändert sich gerade. Pausen, in denen nichts Spannendes geschieht, soll es künftig nicht mehr geben. Und dafür, so die Idee der Organisatoren, sorgt das Publikum selbst und hat noch jede Menge Spaß dabei.

Das könne schon mit einem „interaktiven Ankommen“ oder einer Fotoaktion zur Eröffnung beginnen, schlägt Nadine Tiedge vor. Auch „etwas Rhythmisches und ein kleines Standbild“ vor einer Aufführung oder „ein Poetry Slam am Abend“ seien denkbar. Nicht ohne Grund stehen die 22. Schüler-Kunst-Tage unter dem Motto „Das Festival, das du selbst machst“.

Um möglichst viele Jugendliche zu erreichen, werben die Organisatoren  nicht nur in Cottbus sondern auch im Umland zwischen Guben, Spremberg und Finsterwalde für ihre Idee. Mit ersten Erfolgen. Eine Gubener Abiturklasse will für ein Catering sorgen, um sich damit ihr Abi-Fest zu finanzieren. Andere Gubener planen eine Jam-Session im Kammerbühnen-Foyer.

Aber das Spektrum der Möglichkeiten ist viel breiter. Es reiche von Trommlern über Zeichenkünstler bis Fotografie und Jonglage, zählt die Theaterpädagogin auf. Auch die ausgefallensten Ideen sind willkommen. Selbst das Workshopangebot am Samstag- und Sonntagnachmittag will der Veranstalter mit Unterstützung des Publikums erweitern. Neben dem Profi-Programm, in dem Meister des Schauspiels, des Tanzes, der Musik und der Bildenden Kunst ihre Erfahrungen und ihr Können weitergeben, können Zuschauer mit einem besonderen  Talent anderen zeigen, wie es geht. Am 24. und 25. März von 14.30 bis 16.30 Uhr soll Cottbus durch einen „Workshop-Flashmob“ aufgemischt werden, kündigt die die Theaterpädagogin an. Auch junge Leute mit Organisationstalent sind bei den Schüler-Kunst-Tagen gefragt. Alle Aktivitäten und Teilnehmer unter einen Hut zu bekommen, ist eine logistische Herausforderung, bei deren Bewältigung Helfer gern gesehen sind.

Theaterpädagogin Nadine Tiedge geht im Vorfeld der Schüler-Kunst-Tage eine weitere Frage durch den Kopf. Sie möchte herausfinden, „ob der Wettbewerb nach wie vor etwas ist, was die Schüler reizt, oder ob es reichen würde, eine Plattform zu bilden, auf der die Teilnehmer in einen Austausch treten, einander kennenlernen und Freundschaften schließen können.“


Freude bei den Preisträgern der Schüler-Kunst-Tage 2017 in der Kammerbühne
Freude bei den Preisträgern der Schüler-Kunst-Tage 2017 in der Kammerbühne FOTO: Helga Kiss-Nuessler / Staatstheater Cottbus
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