(trt) Schorbus besitzt ein ganz besonderes Wahrzeichen. Auf der uralten Feldsteinkirche mit ihrem neugotischen Anbau aus dem 19. Jahrhundert befindet sich seit vielen Jahrzehnten ein Storchenhorst. Auch in diesem Jahr haben ihn zwei Rotstrümpfe bezogen. Nach Angaben von Dietmar Paßora vom örtlichen Gemeindekirchenrat wird derzeit gebrütet. „In den vergangenen Jahren waren die Bruterfolge durchwachsen“, weiß der Kirchenmann. Seit wann genau sich auf der Kirche das Vogelnest befindet, weiß kein Schorbuser genau. Laut der Chronik von Dietmar und Regina Schulze sind im Jahr 1955 die Kriegsschäden am Dach des Gotteshauses behoben worden. „Gleich anschließend waren auch die Störche wieder da“, hat Paßora bei den damaligen Kirchenältesten recherchiert. Wahrscheinlich befanden sich auch schon zuvor die Adebare auf dem Bauwerk. Als das Gotteshaus anno 1946 eine Stroheindeckung als Notlösung erhielt, zeigen zeitgenössische Fotos allerdings keinen Horst. Am Ende des Zweiten Weltkrieges hatte eine Fliegergranate für massive Zerstörungen gesorgt. Eventuell hat es bereits in den 1930er-Jahren Störche auf dem Gotteshaus gegeben. Genau wisse das im Dorf aber niemand mehr.