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Schon wieder weniger Störche

Jungtierfütterung – So wie in diesem Nest in der Kolkwitzer Schulstraße geht es leider nicht in jedem Storchendomizil zu.
Jungtierfütterung – So wie in diesem Nest in der Kolkwitzer Schulstraße geht es leider nicht in jedem Storchendomizil zu. FOTO: Rudolf Fischer/rfs1
Cottbus. (the)Die Nachkommenschaft der Störche sinkt seit nunmehr fünf Jahren kontinuierlich. Auch in diesem Jahr haben die Niststandorte der naturgeschützten Vögel wenig Erfolge zu verzeichnen, wie Weißstorchbeauftragter Peter Domke der RUNDSCHAU verriet.

Im Bereich Cottbus gibt es derzeit 44 besetzte Brutstandorte, von denen, nach jetzigem Stand, elf, keine Bruterfolge vorweisen können. Von den geschlüpften Störchen werden 64 neue Jungtiere erwartet.

Im Altkreis Forst hingegen sieht der aktuelle Brutstand etwas erfreulicher aus. Von 13 Standorten hatten nur drei keine Bruterfolge. Insgesamt sind in diesem Jahr 21 Jungtiere in und um Forst geschlüpft - im Vorjahr waren es nur 15. Auch wenn die Entwicklung im Altkreis relativ stabil bleibt, so ist, laut Peter Domke, eine Verbesserung der Storchverbreitung nicht in Sicht. Die Storchenpaare sind in diesem Jahr sehr spät in der Lausitz angekommen. Außerdem sei der Mai ungewöhnlich trocken gewesen, was die Nahrungssuche der Störche stark beeinträchtigt hätte, so der Weißstorchbeauftragte. Die Land- und Wasserstreifen sind in der Umgebung nicht mehr so breit ausgeprägt, was einen generellen Rückgang der Arten mit sich bringen würde, wodurch auch die Nahrungsquellen für Störche allmählich versiegen. Die abschließende Bilanz der Storchentwicklung in der Lausitz wird um den 20. August fertiggestellt.