(SvD) Er gehört in vielen Orten der Lausitz zur festen Tradition: der Frühjahrsputz. Sobald Sonnenstrahlen hervorkommen, wird der Winterdreck beim kollektiven Großreinemachen beseitigt. „Mit Harke und Besen für eine schönere Kloster- und Gerberstadt“ – gemeint ist Doberlug-Kirchhain, „Grano putzt sich raus“, „Spremberger putzen ihre Perle“ oder „Schippen, reparieren, Müll sammeln für eine schönere Stadt“ – und das im Lauchhammeraner Dauerregen.

Mal ist es die Landjugend, die zur 48-Stunden-Aktion aufruft, mal ist es die Ortsvorsteherin, mal Bürgervereine. Alle eint das Ziel: Städte und Gemeinden rauszuputzen. Öffentliche Plätze, Rabatten werden von Unkraut und Unrat befreit. Oftmals springen Bürger mit Technik ein, so konnte etwa der Granoer Müll mit Traktoren zum Container gefahren werden.

Mitglieder des Sportvereins SV Glückauf Kleinleipisch haben Kabelgräben ausgehoben und Erdkabel verlegt, damit Rodelberg und Eisbahn eine Flutlichtanlage bekommen können.

Der Frühjahrsputz ist auch in Cottbus ein fester Termin. Putztrupps sammelten dieses Mal Winterdreck an 25 Orten auf. Schüler, Bürgervereine, Kleingärtner, Verkehrswachtler gingen mit Besen, Harke und Eimern zu Werke. So wurde auch gleich der Verkehrsgarten auf Vordermann gebracht, die Parkeisenbahner bereiteten wie jedes Jahr die Saison vor, in Sielow wurde das Gelände am Rodelberg aufge­hübscht. Auch Firmen machen mit: So stellte der Entsorger Alba 20 Container bereit.

Für ein „sauberhaftes“ Forst sind 600 Freiwillige ausgerückt. Vertreter von Stadt, Vereinen und Parteien, Schulen und Einwohner befreiten Stadtkern und Ortsränder von Unrat.