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Schöpfer des Cottbuser Tierpark-Ponys gestorben

Heinz Mamat im Jahr 1968 in seinem Atelier.
Heinz Mamat im Jahr 1968 in seinem Atelier. FOTO: Gerd Rattei
Cottbus. Der Schöpfer des steinernen Tierpark-Ponys in Cottbus, Heinz Mamat, ist tot. Darüber informiert Stadtsprecher Jan Gloßmann. pk

Der 86-jährige Bildhauer starb demnach am Neujahrstag. Generationen von Cottbusern haben ein Foto des steinernen Ponys im Tierpark in ihren Familienalben. Tausende von Kindern kletterten auf den Rücken der Statue vor der Tierpark-Gaststätte. Nun ist ihr Schöpfer Heinz Mamat im Alter von 86 Jahren gestorben. Er wird am 6. Januar auf dem Nordfriedhof beigesetzt.

Wie prägend die kleine Statue für die Menschen der Stadt ist, zeigt allein die Tatsache, dass es eines der Motive der Image-Kampagne "Du kommst aus Cottbus, wenn..." geworden ist.

Seit 1962 wirkte der Bildhauer in Cottbus. Zahlreiche Kunstwerke zeugen von seinem Schaffen. Seine berühmteste ist die 1970 von ihm geschaffene Kunststeinskulptur im Tierpark. Eine ganz andere Seite seiner Arbeit repräsentiert die Figurengruppe "Für die Opfer von Faschismus und Militarismus" in der Puschkinpromenade. Aber auch Plastiken wie das "Cottbuser Idyll" im Garten des Carl-Thiem-Klinikums, das "Mädchen mit Ziege" in Sandow oder "Schulterreitende Jungen" stammen aus seiner Hand.

Heinz Mamat wurde 1930 in Tilsit geboren. Zum Bildhauer ausgebildet wurde er an der Hochschule für Bildende Künste Dresden bei Walter Arnold.

In den letzten Jahren war es still geworden um den Bildhauer. Doch er war weiter unermüdlich tätig. "Das Faszinierende an meinem Vater war, dass er seine ganze Lebenszeit über an seinen Projekten gearbeitet hat und voll in seiner Kunst aufgegangen ist", berichtet die Tochter Catharina Mamat-Hirschmann. Als in den letzten Jahren die Kräfte für große Arbeiten in Stein nicht mehr reichten, hat er sich dem Material Holz zugewandt, gemalt oder skizziert. "Er war mit Leib und Seele Künstler", sagt Catharina Mamat-Hirschmann.

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