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| 02:33 Uhr

Schönheitskur fürs Willmersdorfer Gemeindezentrum

Ob das Harmonium, die altehrwürdige Wäschemangel oder Bücherkisten und sonstiges Mobilar – alles muss ins Behelfslager abtransportiert werden.
Ob das Harmonium, die altehrwürdige Wäschemangel oder Bücherkisten und sonstiges Mobilar – alles muss ins Behelfslager abtransportiert werden. FOTO: Zielonkowski/ski1
Cottbus. Zu den Willmersdorfer Üblichkeiten gehört es, dass die dortige Einwohnerschaft stets auf den Beinen ist, wenn "was los" ist. Egal, ob Sport-, Ernte, Apfel oder Ostsee-Fest, die feiernden Gäste können in diesem Cottbuser Ortsteil üblicherweise in Hunderterschritten gezählt werden. Georg Zielonkowski/ski1

Ziemlich überrascht hat Bürgermeisterin Anke Schulz am Samstag allerdings registriert, dass selbst zu einem Termin "der nach Arbeit riecht" viele Einwohner kamen, um das Gemeindezentrum für eine Rekonstruierung leer zu räumen: "Beim Blick aus dem Badfenster sehe ich schon lange vor halb neun Autos mit Anhängern zum Treffpunkt fahren. Dabei wollten wir ja erst um 9 Uhr beginnen!" Den Startschuss zum Räumen des Hauses gab es dann pünktlich, worauf spontan das Gewusel der rund drei Dutzend Helfer begann.

Über Jahre hatten nahezu alle Willmersdorfer Vereine und Gruppen im Gemeindezentrum ihr Domizil. Entsprechend viel Notwendiges und Unwichtiges fand hier seine Heimat. In eine Lagerhalle am Sportplatz musste nun das komplette Inventar gebracht werden. Nicht mehr benötige Dinge wurden aussortiert. Zu den aufbewahrten Zeitzeugen gehörten ein historisches Harmonium, eine Wäschemangel aus den 50er Jahren und einige alte Schulmöbel. Jetzt kann die Rekonstruktion des Gebäudes beginnen. Zur Finanzierung hat Ortsbürgermeisterin einen Antrag auf das von der Landesregierung verabschiedete Förderprogramm für ländlich geprägte Stadtteile gestellt. "Das Projekt ist mit seinen 640 000 Euro Gesamtsumme ein doch sehr anspruchsvolles Vorhaben. Deshalb sind wir sehr dankbar, dass uns die Stadt damals zugesichert hat, den Eigenanteil von 25 Prozent zu übernehmen", so Anke Schulz.