Auf der Autobahn 15 zwischen den Anschlussstellen Vetschau (Oberspreewald-Lausitz) und Cottbus-West gibt es große Behinderungen. Gegen 6:30 Uhr war ein Lkw mit Sattelauflieger von der Fahrbahn abgekommen und bohrte sich in die Leitplanke. Das Fahrzeuge stellte sich quer, der Fahrer blieb dabei unverletzt. Seitdem dauern die Bergungsarbeiten an der Unfallstelle etwa auf Höhe des Parkplatzes Eichower Fließ an. Sie werden allerdings erschwert durch die nach wie vor winterlichen Straßenverhältnisse. Die Autobahn ist ab der Anschlussstelle Vetschau nach wie vor in Fahrtrichtung Cottbus gesperrt. Das führt auch auf den Umleitungsstrecken zu enormen Behinderungen. In Kolkwitz und in Richtung Hänchen und Autobahnauffahrt Cottbus-West stauen sich die Fahrzeuge, es kommt zu Verzögerungen von rund 20 Minuten.

Wenige Unfälle und vier Leichtverletzte bei Winterwetter

Insgesamt hat das winterliche Wetter in Brandenburg und Sachsen aber nur zu wenigen Unfällen geführt. Bis zum Samstagvormittag zählte die Polizei nach eigenen Angaben 21 witterungsbedingte Unfälle mit insgesamt vier Leichtverletzten. Die Lage sei noch verhältnismäßig ruhig, weil noch nicht all zu viele Autos auf den Straßen unterwegs seien, sagte ein Sprecher des Lagezentrums. Die Polizei hat die Autofahrer in Sachsen am Samstag vor glatten Straßen gewarnt. Schnell fallende Temperaturen könnten zu überfrierender Nässe führen, hieß es im Verkehrswarndienst. Das gelte bis ins Tiefland hinein. Autofahrer sollten «besonders vorsichtig» fahren. Der Deutsche Wetterdienst sagte Temperaturen zwischen Null und minus drei Grad voraus. Auch die Meteorologen warnten, dass verbreitet mit Glätte durch überfrierende Nässe zu rechnen sei. Dazu komme leichter Schneefall, vor allem in der Oberlausitz und im Bergland.

Schnee bleibt bei frostigen Temperaturen vorerst liegen

Nach kräftigen Schneefällen liegt in Teilen Sachsens und Brandenburgs eine dicke Schneedecke. In Südbrandenburg liefen die Menschen teilweise auf mehr als zehn Zentimetern Schnee, wie ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Samstagmorgen sagte. Der Schnee sollte am Samstag allerdings im Laufe des Tages nach Süden abziehen. „Man muss aber mit ein paar Flocken rechnen“, sagte der Sprecher des DWD. Die Tagestemperaturen kommen nicht über zwei Grad hinaus, vielerorts herrschte Frost. In der Nacht stürzen die Temperaturen drastisch ab: Dann kann es bis auf minus acht, vielleicht sogar bis auf minus zehn Grad abkühlen.
Der Sonntag bleibt morgens noch teilweise neblig und bewölkt, im Tagesverlauf soll sich aber immer mehr die Sonne zeigen. Es bleibt trocken bei Temperaturen um den Gefrierpunkt herum.