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Cottbus
Schmellwitzer streben besseres Miteinander an

Der Sitzung des Schmellwitzer Bürgervereins lockte am Donnerstagabend zahlreiche interessierte Bürger an.
Der Sitzung des Schmellwitzer Bürgervereins lockte am Donnerstagabend zahlreiche interessierte Bürger an. FOTO: Georg Zielonkowski
Cottbus. Auf der Sitzung des Bürgervereins wurden Ideen diskutiert, die die Bewohner des Ortsteils näher zusammenbringen sollen. Von Georg Zielonkowski

Nicht nur vor der Tür des Feuerwehrgebäudes wehte dem Schmellwitzer Bürgervereinsvorsitzenden Michael Tietz ein eisiger Wind um die Nase. Auch drinnen bei der Versammlung musste er sich am Donnerstagabend einiger kritischer Worte erwehren. Warf man doch dem Ehrenamtler vor, sich in seiner Arbeit zu sehr auf das Neubaugebiet Schmellwitz zu konzentrieren. Auch dass er in seiner Argumentation oft von „Alt-Schmellwitz“ sprach, stieß einzelnen Einwohnern, die rund um den dortigen Anger leben, hörbar auf. „Ich bitte aber zu bedenken, dass der Einzugsbereich unseres Bürgervereins riesig ist. Die Vogelsiedlung gehört beispielsweise genauso dazu, wie die Eigene Scholle und die Quartiere an der Karlstraße und der Arndtstraße. Und all das mit unserer bescheidenen Mitgliederzahl von nur 23 Leuten zu bewirtschaften, ist sicher schwer. Aber ich lade Sie gern ein, sich bei uns einzubringen und aktiv mitzumachen. Selbst in der Leitung des Bürgervereins könnten neue Mitglieder nach der kommenden Wahl gern mitarbeiten“, so Michael Tietz.

Aktuelle Themen, die diese Wohngegend im Norden der Stadt betreffen, wurden angesprochen. So die Zukunft zum Schmellwitzer Friedhof. Dass dieser zwingend erhalten werden soll, es jedoch einiger Reparaturen bedarf, war der Tenor Versammlungsteilnehmer. „Es geht dabei nicht nur um Trauerfeiern und Begräbnisse. So ein Friedhof ist auch eine Begegnungsstätte, die gerade für ältere Bürger unverzichtbar ist“, so eine Wortmeldung. Michael Tietz erklärte zu diesem Thema, dass am 22. März die AG Ortsteile und die AG Friedhöfe zu einer Gesprächsrunde in die Stadtverwaltung geladen sind, zu der er gern einen Einwohner mitnehmen würde.

In der Hoffnung auf ein künftig besseres Miteinander von Bewohnern der Plattenbausiedlung und den Menschen aus den Siedlungen wurden einige Möglichkeiten der Kommunikation empfohlen. Peter Meyer glaubt, dass eine bessere Kommunikation über die Internet-Plattform des Bürgervereins durchaus vorstellbar sei: „Termine von Veranstaltungen, Beratungen oder auch Arbeitseinsätzen wären auf diesem Wege weit schneller an den Mann zu bringen. Auch der Kontakt zu den Ansprechpartnern des Bürgervereins könnte so problemlos hergestellt werden.“ Daneben seien aber auch regelmäßige Aushänge in den Schaukästen der einzelnen Wohngebiete der allgemeinen Informationsweitergabe hilfreich.

Ein weiterer Weg der Annäherung und hin zu einem gedeihlichen Miteinander soll künftig über das Journal „Stadtteil-Fenster Schmellwitz/Chmjelow“ beschritten werden, das in einer Auflage von 3000 Stück regelmäßig in den Umlauf kommt. „In diesem Heft wollen wir künftig die historischen Stadtteile im Cottbuser Norden besser darstellen“, so Karin Kühl, die hauptamtlich als Stadteilmanagerin arbeitet. „Doch wird uns das nur gelingen, wenn wir eben auch aus ihrem Wohngebiet Informationen bekommen, wir mitgeteilt bekommen wo der Schuh drückt oder wo es eine schöne gemeinsame Aktion gab, über die kurz berichtet werden sollte.“

Einen Blick auf die Vorhaben des Bürgervereins Schmellwitz in diesem Kalenderjahr gab der Vorsitzende ebenfalls frei. Um auf diesem Weg speziell das Stadtteilfest am 9.Juni zu nennen. „Ich will hoffen, dass der vorab nötige immense Aufwand in Sachen Organisation sich am Ende in einer großen Besucherzahl widerspiegelt. Auch für dieses Ereignis, das keineswegs nur für die Neu-Schmellwitzer ausgerichtet wird, können Sie sich gern mit ihren Ideen und Hilfeleistungen einbringen“, bot Michael Tietz den Einwohnern an, die rund um den historischen Schmellwitzer Anger zuhause sind.