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| 15:58 Uhr

Tag der offenen Tür
Eltern zum Mitgestalten aufgerufen

Anthony schaut sich  mit Mutter Doreen Saschowa in der Töpferwerkstatt um. Annabell Wache gibt Auskunft.
Anthony schaut sich mit Mutter Doreen Saschowa in der Töpferwerkstatt um. Annabell Wache gibt Auskunft. FOTO: Elsner / LR
Cottbus. Die neue Schmellwitzer Oberschule setzt auf gemeinsames Lernen.

Bei Tagen der offenen Tür stellen sich derzeit die weiterführenden Schulen der Stadt vor. Aber wie präsentiert sich eine Schule, die es noch gar nicht gibt? Wie spannend diese Frage ist, beweist die große Resonanz auf die Einladung in die Neue Straße 41.

Noch hat die Pestalozzi-Förderschule mit derzeit 65 Schülern dort ihr Domizil. Doch die wird im Sommer wegen rückläufiger Schülerzahlen schließen. „Gleichzeitig ist am Standort durch die Errichtung einer zweizügigen Oberschule die notwendige Oberschulkapazität zu schaffen“, heißt es im Schulentwicklungsplan. Und: „An der Oberschule können Förderklassen mit dem Förderschwerpunkt Lernen bei Bedarf gebildet werden.“ Das Konzept, das dahinter steht, heißt „gemeinsames Lernen“.

Interessierte Eltern und Sechstklässler erkundeten am Samstag das Schulgebäude in Neu-Schmellwitz und stellten jede Menge Fragen.

Dabei ging es unter anderem um die Qualität des  Schulessens und einen möglichen Anbieterwechsel sowie darum, welche Rolle Mobbing in den Klassen spiele. „Der respektvolle Umgang miteinander ist für uns ein wichtiger Punkt“, betonte Schulleiter Rainer Brüning.

Dazu trügen auch die Berufsvorbereitung mit Werkstatttagen und Praktika sowie der künstlerisch-handwerkliche Bereich bei. Inwieweit das für die Oberschul-Klassen machbar ist, sei noch nicht klar. Fest stehe aber, dass es Praktika für Oberschüler gibt.

„Noch ist nicht alles bis zu Ende organisiert“, warb Rainer Brüning um Verständnis. Aber darin liege auch eine Chance für die Eltern, selbst mitzugestalten. „Uns würde es gefallen, wenn lernschwache mit lernstärkeren Kindern zusammenkommen und voneinander profitieren“, sagte Steffi Schneider, Mutter einer Sechstklässlerin.

Bei den Schülern, die ihre (vielleicht) künftige Schule erkundeten, kamen die Ganztagsangebote besonders gut an. Anthony Saschowa (11) findet die künftige Schmellwitzer Oberschule jedenfalls „voll cool, weil es einen Schulklub gibt und viele coole Arbeitsgemeinschaften“. Vor allem Töpferwerkstatt, Schülerküche, Fußball sowie Fahrradreparatur- und Holzwerkstatt stoßen auf sein Interesse.

Die Lehrer, die sich an diesem Vormittag viel Zeit nahmen für die Fragen von Eltern und Schülern, stehen vor zahlreichen Herausforderungen. „Wir sind absolut motiviert und stellen uns auf die neuen Aufgaben ein“, sagte Kunsterzieherin Heike Lappan, die gemeinsam mit der 15-jährigen Annabell Wache Besucher durch die Töpferwerkstatt führte. Und überhaupt hätten die Sonderpädagogen viel Erfahrung im Umgang mit Schülern, die eine individuelle Förderung und spezielle Angebote brauchen. Dieser Erfahrungsschatz werde auch den neuen Siebtklässlern zugute kommen.

((ue))