“Toll, mit wie wenig Geld solch ein dreitätiges Programm auf die Beine gestellt werden kann„, freute sich Stadtteilmanagerin Karin Kühl. “Auch wenn sich der Himmel ein wenig wolkenverhangen zeigt, sind mehr Menschen als im Vorjahr gekommen, und die Stimmung ist sehr gut.„

Nach dem guten Start am Freitag war der Ernst-Mucke-Platz auch am Familien-Samstag gut gefüllt. “Die Schmellwitzer fühlen sich wohl in ihrem Stadtteil und feiern gern gemeinsam„, sagte der Bürgervereinsvorsitzende Gottfried Schierack. Für ihn ist das Bürgerfest ein Beweis, dass der Stadtteil lebt und eine Zukunft hat. “Der Bürgerverein handelt als Interessentenvertreter aller Einwohner des Stadtteils. Wir werden mit unseren Ideen angenommen. Die Bürger fühlen sich wohl hier„, sagt er.

Der in den vergangenen Jahren durch Abrisse gewachsene Abstand zwischen den Quartieren, der durch Grünanlagen ausgefüllt wird, führt nach Ansicht von Gottfried Schierack nicht zum Auseinanderfallen des Stadtteils. “Viele Bürger schätzen gerade, dass so viel Licht und Luft in den Stadtteil gekommen sind. Das Wohnen im Grünen sehen sie als neue Qualität an„, sagte er. “Einige bezeichnen ihre Quartiere schon als Waldstadt„, ergänzt Karin Kühl. “Hier gibt es weiter überdurchschnittlich viele Kinder und junge Familien, die die neu entstandene Weitläufigkeit schätzen und auch deshalb hier wohnen möchten.„

Bürgerverein und Stadtteilmanagement hoffen auf ruhigere Zeiten. “Der Abriss, der oft nicht den Vorstellungen der Schmellwitzer folgte, hat viel Unruhe hereingetragen„, konstatierte Gottfried Schierack. Nachdem im Frühjahr 2010 noch ein Wohnblock abgetragen wurde, soll es nun eine Pause bis 2013 geben. “Der Wegzug aus Schmellwitz fällt geringer aus als noch vor einigen Jahren prognostiziert wurde„, sagte Karin Kühl.