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Schlüsselposition

Die Stadt Cottbus hat nun ihre Wirtschafts-Weisen. Ein ehrenamtliches Gremium, in das wohl große – man ist schnell geneigt zu sagen größte – Erwartungen gesetzt werden. Ideen für neue Jobs, nicht weniger wird erhofft von der namhaften Runde.

Somit nimmt das Wirtschaftskompetenzteam, wie es offiziell heißt, eine Schlüsselposition in der Stadtentwicklung ein. Allerdings ohne Entscheidungsbefugnis. Diese soll, bei den Stadtverordneten verbleibend, zumindest qualifiziert werden, wie OB Frank Szymanski sagt, der das Kompetenzteam initiiert hat. Was aber passiert, wenn die Wirtschaftslenker beispielsweise vorschlagen, freiwillige Leistungen der Stadt zu kürzen und das Geld besser zur Entschuldung einzusetzen oder zu investieren?
Die Cottbuser Politik kann es sich nicht leisten, den Beirat zu einem Arbeitskreis zu degradieren, den man einrichtet, wenn man nicht mehr weiter weiß. Dann ist der Beirat schnell wieder verwaist. Das Kunststück kann nur gelingen, wenn sich alle Gremien gegenseitig befruchten und nicht „befrusten“ . Insofern aber auch Geduld: Kunststücke muss man zumindest ein Weilchen üben.