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| 02:33 Uhr

Schlitterspaß auf eigene Gefahr

Eisiger Spaß: Auch ohne Schlittschuhe ist das Schlittern auf dem Amtsteich ein Vergnügen, wie Annedore (l.) und Jula vorführen.
Eisiger Spaß: Auch ohne Schlittschuhe ist das Schlittern auf dem Amtsteich ein Vergnügen, wie Annedore (l.) und Jula vorführen. FOTO: mih1
Cottbus. Die Deutsche Lebens-Retter-Gesellschaft (DLRG) bedauert, dass es in der Stadt Cottbus keine Eis-Messungen gibt und Gewässer damit nicht offiziell freigegeben werden. Das erklärt der Cottbuser DLRG-Sprecher Robert Büschel. Peggy Kompalla

Demnach gilt die Faustformel, dass Eisflächen vor dem Betreten auf stehenden Gewässern mindestens 15 Zentimeter und auf Fließgewässern mindestens 20 Zentimeter dick sein sollten. "Aber für den Einzelnen ist es schwerlich möglich, das herauszufinden", erklärt er. "Anders als in Cottbus geben einige Ämter und Behörden deshalb Eisflächen offiziell frei."

Stadtsprecher Jan Gloßmann betont deshalb: "Wenn jemand Eisflächen zum Schlittschuhlaufen oder Hockeyspielen betritt, dann geschieht das auf eigene Gefahr." Trotz des heftigen Frostes der vergangenen Tage warnt die Stadtverwaltung vor Leichtsinn und Übermut.

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes herrscht in Cottbus seit Samstag durchgehend Frost. Die Kälte setzte demnach in der Silvesternacht ein, wobei das Quecksilber bereits minus fünf Grad Celsius anzeigte. Neujahr stiegen die Temperaturen allerdings noch einmal leicht über Null. Seit dem 2. Januar herrscht Dauerfrost. Die Temperaturen lagen laut Wetterdienst zwischen minus sechs und minus zwölf Grad Celsius. Doch das werde nicht mehr lange anhalten. Bereits am Freitag werden Plusgrade erwartet.

Das bedeutet noch mehr Vorsicht. Der DLRG rät deshalb, niemals allein aufs Eis zu gehen. Robert Büschel betont: "Kinder sollten niemals ohne Aufsicht von Erwachsenen das Eis betreten." Bei Knistern oder Knacken sollte das Eis sofort verlassen werden. Wer einbricht, sollte sich flach aufs Eis legen und in Richtung Ufer bewegen. Zur Rettung eingebrochener Personen eignet sich alles, was das Gewicht auf der Eisfläche verteilt, wofür ein Brett oder eine Leiter eine gute Hilfe sind. Nach der Rettung muss die Person mit trockener Kleidung und Decken langsam aufgewärmt werden. "In jedem Fall ist ein Notruf abzusetzen", sagt Büschel. Tabu sollten Bereiche an Wasserbauwerken wie Brücken, Wehre oder Schleusen sein. "Dort ist das Eis am dünnsten."