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| 15:39 Uhr

Stadtgeschichte
Schiffscrew der „Cottbus“ sucht Zeitzeugen und Fotos

Von der „Cottbus“ aus fotografierte Alf Schmutzler ein baugleiches Landungsschiff mit der taktischen Nummer 615.
Von der „Cottbus“ aus fotografierte Alf Schmutzler ein baugleiches Landungsschiff mit der taktischen Nummer 615. FOTO: Alf Schmutzler
Cottbus. Ein Treffen in der Stadt ist im Juni geplant. Von Daniel Schauff

Es ist eine Weile her. 1977 lief das Landungsschiff „Cottbus“ vom Stapel, gut ein Jahr später begann es seinen Dienst in der Volksmarine. Mit der taktischen Nummer 614 war es gekennzeichnet und lag am Stützpunkt Peenemünde-Kröslin. Alf Schmutzler wohnt heute in Thüringen, hat früher seinen Dienst auf der „Cottbus“ verrichtet.

Die Wende kam, die Arbeit fürs Schiff war zumindest in Deutschland getan. Alf Schmutzler erzählt: Gelandet ist es in Indonesien, fährt dort noch immer übers Meer. Die Besatzungen leben heute im ganzen Land verstreut. Einige der einstigen Seemänner treffen sich allerdings weiterhin regelmäßig, mal in Peenemünde, mal in Cottbus – das nächste Treffen ist für den 9. Juni geplant, sagt Schmutzler, und zwar in der Patenstadt Cottbus.

„Wir suchen noch Zeitzeugen“, sagt Schmutzler, der das Treffen im Juni mitorganisiert. Dutzende ehemalige Seemänner erwartet er dort. Dokumente und Bilder fehlen den Ex-Schiffsleuten allerdings. „Vermutlich hat die Stadt Cottbus damals sogar ein Modell vom Schiff erhalten“, sagt Schmutzler.

„Vielleicht erinnert sich noch jemand daran und wir könnten am 9. Juni ein paar Gedanken austauschen. Eventuell hat jemand Bilder, Zeitungsartikel oder andere Hinweise auf die ehemalige Patenschaft“, sagt Schmutzler weiter.

Schon jetzt freut sich das ehemalige Besatzungsmitglied über Hinweise per E-Mail (alf-schmutzler@t-online.de). Das Treffen, sagt er, sei für den Nachmittag geplant. Details gibt er gern an Interessierte weiter.