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| 01:10 Uhr

Schauspieler für eine Ferienwoche

Fünf Tage hatten zwölf Mädchen und Jungen im piccolo-Theater die „Schwalbenkinder“ geprobt. Am Freitag brachten die Sieben- bis Zwölfjährigen die Rettung der Vogelfamilie auf die Bühne. Ronald Ufer


Der Zirkusmarsch beim Einzug der Bauarbeiter und Kinder, Opa, Onkel, Busfahrer, Kranführer und Pilot verkörpernden Kinder brachte Stimmung in das volle piccolo-Theater. Eine Sprengung gefährdete im Stück das Schwalbennest in der luftigen Höhe einer Ruine. Als Christine das hört läuft sie zu ihren Freunden. Eine Stunde bleibt für die Rettung.
Doch der Opa aus dem Tierschutzverein ist zu schwerhörig, die Feuerwehr schon im Einsatz und der Bagger des Onkels zu grobschlächtig für das filigrane Nest. Die Minuten verrinnen und nur der Cousin mit dem Hubschrauber bleibt.
„Ich muss gleich in den Krieg um den Frieden zu retten“ meint der unter viel Gelächter. Er findet aber zehn Minuten Zeit für die Schwalben. Gleich darauf enden mit großem Knall die Ruine und das Stück. Pappe, Geräusche und die Phantasie der Zuschauer ließen eine halbe Stunde ohne große Bühnendekoration die Szenerie lebendig werden.
Seit Montag hatten die Kinder immer von 9.30 bis 14 Uhr für die begeistert aufgenommene Premiere geübt. „Wir gestalten am piccolo immer in den Ferien Projekte für Mädchen und Jungen, die nicht oder später wegfahren“ , sagte Schauspieler Günther Breden der RUNDSCHAU. „Die Idee wird vorgegeben, die Kinder erfinden Texte, proben Ablauf und Zusammenspiel.“
Anstrengend aber schön fand der Breden die Arbeit mit dem Nachwuchs. Dabei wurde nicht nur geprobt. Bei Fußball und anderen Spielen reagierten sich die Teilnehmer für eine halbe oder ganze Stunde ab, tankten Konzentration.
Für den zehnjährigen Joshua Sänger soll das piccolo mehr als eine Episode sein. „Ich habe schon vorher überlegt, ob ich zu den Theaterkindern gehe. Die Woche gefiel mir sehr, wir haben gut zusammengearbeitet.“ Nach dem Premierenbeifall fragte Joshua sofort, wann die Proben des Nachwuchses starten und zu welcher Gruppe er kommen solle.