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Schaurig-schöne Masken schaffen Spannung in Burg

Uschi Lehmann (l.), Erika und Bernd Konrad kramen in Erinnerungen an frühere Maskenbälle.
Uschi Lehmann (l.), Erika und Bernd Konrad kramen in Erinnerungen an frühere Maskenbälle. FOTO: Elsner
Burg. Burg fiebert nach der Woklapnica dem zweiten Höhepunkt im dörflichen Veranstaltungskalender für 2017 entgegen. Der Heimat- und Trachtenverein lädt für den kommenden Samstag zum Preismaskenball ins "Deutsche Haus" ein. Auch Masken aus anderen Orten sind willkommen, betont Vereinsvorsitzender Bernd Konrad. Ulrike Elsner

Einmal richtig die Sau rauslassen, das haben Helmut Kollosche und Konrads Tochter Stefanie wörtlich genommen. Im Jahr 2004 gab es für das Schlachten, bei dem er den Fleischer, sie das Schwein mimte, den ersten Preis.

"Auch am kommenden Samstag sind die Töchter Stefanie und Ricarda mit ihren Partnern wieder als Masken dabei", berichtet Erika Konrad. Was sie sich aber diesmal ausgedacht haben, bleibt selbst für die Eltern bis zur Demaskierung ein Geheimnis. Denn äußerste Verschwiegenheit ist neben Ideenreichtum die wichtigste Voraussetzung für einen erfolgreichen Maskenball.

Das hält auch Uschi Lehmann so, die gemeinsam mit Erika und Bernd Konrad für die RUNDSCHAU in Erinnerungen an vergangene Maskenbälle schwelgt. Alle Drei waren schon im Jahr 2001 beim ersten vom Heimat- und Trachtenverein organisierten Ball als Wolf und Geißlein dabei. Seitdem verkleiden sich in Burg alljährlich im Durchschnitt 40 bis 50 Leute auf abenteuerlichste Weise. Wichtig für die Bewertung ist, nicht erkannt zu werden. Bernd Konrad, der auch diesmal wieder als Maskenführer im Einsatz ist, kennt die Tricks: "Ringe ab, die Uhren verstecken."

Es gab in Burg schon viele großartige Masken. Uschi Lehmann erinnert sich gern an den wandelnden Heuschober, unter dem Hardy Stein steckte, an die Geister vom Bismarckturm oder die Badenixen, mit denen die Burger Frauen in Dissen für eine große Überraschung sorgten.

Im vorigen Jahr war Uschi Lehmann als Alte mit Gipsbein und Rollator Teil des Bildes rund um die legendäre Schwester Agnes. Die war stilecht mit Schwalbe in den Saal gefahren. Für so viel Gaudi gab es hochverdient den mit 100 Euro dotierten ersten Preis. Auf die Frage, warum sie den Maskenball liebt, antwortet die Burgerin: "Man kann nach Herzenslust scherzen und sich einmal anders geben als sonst."

Der Saal im Deutschen Haus ist der traditionelle Veranstaltungsort für den Winterspaß. Schon in den 50er-Jahren habe es dort Maskenbälle gegeben, erinnert sich Erika Konrad. Dass die Tradition noch älter ist, beweist eine Nachricht aus der "Neuen Vetschauer Zeitung" vom 6. März 1909. Dort heißt es: "So wurde neulich in Burg von der freiwilligen Feuerwehr ein Maskenball veranstaltet, der nahe an 100 Masken zählte . . ."

14. Januar: Maskenball mit "Rolands Partydisco", Einlass für Gäste: 18.30 Uhr, für Masken: 19 Uhr, Wertungsschluss: 21 Uhr.

Der Fleischer alias Helmut Kollosche und Stefanie zelebrieren hier ein preisgekröntes Bild.
Der Fleischer alias Helmut Kollosche und Stefanie zelebrieren hier ein preisgekröntes Bild. FOTO: Heimat- und Trachtenverein
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