| 02:33 Uhr

Schätze der Lausitz im Blickpunkt

Sylke Schulz-Apelt, Hans-Georg Thiem (r.) und Dr. Stefan Kannewischer begutachten den Krater unter der Kuppel.
Sylke Schulz-Apelt, Hans-Georg Thiem (r.) und Dr. Stefan Kannewischer begutachten den Krater unter der Kuppel. FOTO: Angelika Bringkop
Cottbus. Der Lausitz-Park lässt mit seiner gestern eröffneten Ausstellung "Zwischen Himmel und Erde" unter der Kuppel nicht nur tief blicken. Das Team um Center-Mangerin Sylke Schulz-Apelt greift außerdem nach oben zu den Sternen und trifft bei all dem einen Nerv der Region. Ulrike Elsner

Bis zum 18. Februar sind unter der großen Glaskuppel seltene und wertvolle Meteoriten sowie Mineralien und Gesteine aus der Lausitz zu sehen.

Meteoriten schlagen tiefe Krater in die Erdkruste. Einen solchen Krater hat der 3D-Künstler Alexander Petscherskich auf dem Boden der Mall entstehen lassen. Die Eröffnungs-Gäste Hans-Georg Thiem, Präsident des Landesamtes für Bergbau, Geologie und Rohstoffe, und Dr. Stefan Kannewischer, Geschäftsführer der Spreewald Therme Burg, zeigen sich von der nahezu perfekten Illusion begeistert. Beide haben mit den Schätzen im Boden der Lausitz zu tun.

Dabei geht es nicht nur um Braunkohle. Im geologischen Archiv seiner Behörde lagern 160 000 Meter Bohrkerne, ist von Hans-Georg Thiem zu erfahren. Ein Schatz, dessen Auswertung die Menschen zu den Bodenschätzen in Brandenburg führt. Dabei geht es auch um Kupfer, Sole oder Trinkwasser.

Zeitraffer: Entstehung eines 3D-Kraters im Lausitz Park Cottbus

Aufnahme: TeaserFilm

"Die Spreewälder Thermalsole ist besonders hochwertig", stellt Dr. Stefan Kannewischer fest. Es handle sich um eine der höchst konzentrierten Solen überhaupt. Und sie hat vielfache positive Wirkungen. So entlastet das Baden im Thermalwasser die Gelenke, führt zu Muskelentspannung, verbessert die Durchblutung und pflegt die Haut.

Viele Gäste legen bei ihrem Einkaufsbummel an den Vitrinen einen Stopp ein. Die Ausstellungsstücke faszinieren. Ob das Modell des Steinmeteoriten, der 2002 in Neuschwanstein eingeschlagen ist, der Eisenmeteorit, der im texanischen Odessa gefunden wurde, oder die Mineralien aus Kieswerken der Region - all das findet schon am Eröffnungstag der Ausstellung zahlreiche Bewunderer. Zudem vermitteln Übersichtstafeln Wissenswertes über Thermalwasservorkommen sowie die Kupferlagerstätte Spremberg-Graustein.

Auch ein Bergbaurentner aus Hoyerswerda beugt sich interessiert über die Ausstellungsstücke. Schon sein Vater und Großvater waren im Bergbau beschäftigt, verrät er. Und als Schüler ist er mit seiner Klasse und einem mineralogiebegeisterten Lehrer zum Wandertag Steinesammeln gewesen. Bei einem anderen Ausstellungsbesucher werden Urlaubserinnerungen wach. Von jedem Ziel bringe er sich einen Stein mit, verrät er. "Das ist viel besser als Ansichtskarten." Ein Dritter fügt kritisch an: "Schade, dass nicht vermerkt ist, in welchen Abschnitten der Erdgeschichte die Gesteine entstanden sind."

Die Ausstellung läuft bis zum 18. Februar. "Finale ist beim verkaufsoffenen Sonntag am 12. Februar", sagt Sylke Schulz-Apelt. Dann soll es verschiedene Angebote für die ganze Familie geben. Schulklassen sind jederzeit willkommen. Vorab genügt ein Anruf beim Center-Management.

ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE