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Sammlerin macht mit der "Diva Hutnadel" bekannt

Cottbus. Zu einer Kuratorenführung durch die aktuelle Sonderausstellung "Diva Hutnadel" lädt das Stadtmuseum Cottbus am heutigen Mittwoch, 20. September, um 17 Uhr ein. red/pos

Die Hutnadel ist die Diva unter den Nadeln - und wie die Spezies der Diven ist sie heute fast vergessen. Spätestens in den Goldenen Zwanzigern war sie zum Aussterben verurteilt, als die Damen begannen, ihre modernen und frechen Kurzhaarfrisuren unter Topfhüten zu verstecken. Immer seltener wurde sie gebraucht, und wenn überhaupt, dann hatte sie sich allein ihrem Zweck zu unterwerfen, unauffällig und unscheinbar.

Doch gerade die Verweigerung der alleinigen und gänzlich untergeordneten Zweckbestimmung hatte ihren Charakter einmal ausgemacht. In den wenigen Jahrzehnten ihrer Blütezeit von 1890 bis 1925 war sie Teil eines femininen Gesamtkunstwerkes, geprägt von einer kunstvoll getürmten Frisur, zu deren Üppigkeit nicht selten das künstliche Haarteil beizutragen hatte, gekrönt von einer der ausladenden Kreationen der Hutmode. Beide galt es, innig und sicher zu verbinden. Hier hatte die Hutnadel ihren Zweck. Und sie behauptete den Anspruch eines ganz eigenen, bisweilen kostbaren, aber doch zumindest kostbar scheinenden modischen Accessoires.

Die Sammlerin Barbara Weinhold wird durch die Ausstellung, die mehr als 500 Objekte bietet, führen und dabei Interessantes und Episodenhaftes berichten.