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| 16:01 Uhr

Strukturwandel Lausitz
Sachsen stellt Geld für DLR-Institut in der Lausitz bereit

FOTO: DLR
Cottbus. Das Sächsisches Kabinett hat am Dienstag die Mittel für ein neues ein DLR-Institut an der BTU Cottbus-Senftenberg und in der Oberlausitz bereitgestellt. Von Jan Siegel

Die Vorbereitungen für die Ansiedlung eines neuen Instituts des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in der Lausitz nehmen Gestalt an.

Am Dienstag hat die Staatsregierung in Sachsen die Bereitstellung von zunächst 13,1 Millionen Euro für den sächsischen Teil des Instituts zugesagt. Das Geld soll für die Jahre bis 2022 zur Verfügung stehen und die Erstausstattung sowie die Kosten für die Unterbringung sichern. Noch sind allerdings viele Details nicht abschließend entschieden.

Neubau auf BTU-Campus geplant

Der Hauptsitz des neuen Instituts soll künftig in Cottbus auf dem Campus der BTU sein. Dort ist ein Neubau geplant, der zunächst rund 150 Wissenschaftlern Platz bieten soll.

Im Gespräch ist ein Institut für CO2-arme Industrieprozesse. „Hier sollen künftig Hochtemperatur-Wärmepumpen entwickelt werden, die für die Umwandlung von Strom in Wärme in Großspeichern erforderlich sind und damit eine großtechnische Option zur Strom-Wärme-Kopplung darstellen“, hatte die Vorstandsvorsitzende des DLR, Prof. Dr. Pascale Ehrenfreund, bei der Jahrespressekonferenz des Instituts erklärt. Den Schlüssel soll dabei ein Wärmespeicher mit Flüssigsalz bilden, „in den aus erneuerbaren Energien gewonnener Strom in Form von Wärme zwischengespeichert und ganz nach Bedarf ohne CO2-Emissionen rückverstromt werden kann.“ Diese Technologie bietet laut Ehrenfreund den Kohlekraftwerken eine völlig neue Perspektive.

Die Hälfte der Arbeitsplätze bliebe erhalten

Eine Idee ist nämlich, Lausitzer Großkraftwerke künftig für die Gewinnung von regenerativen Energien zu nutzen. Gelänge so ein Vorhaben, könnten nach Einschätzung von Experten rund 50 Prozent der Arbeitsplätze in den Kraftwerken erhalten bleiben.

Ein Sprecher des deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt bestätigte der RUNDSCHAU in dieser Woche, dass die vorbereitenden Analysen für das Institut derzeit laufen. Bindende Entscheidungen würden in der ersten Jahreshälfte 2019 getroffen.