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| 16:30 Uhr

Reporter-Tausch
RUNDSCHAU-Reporter tauschen ihren Platz mit Westkollegen

FOTO: BDZV
Cottbus/Hoyerswerda. Je mehr Leser über die Arbeitsweise von Journalisten wissen, desto größer ist ihr Vertrauen. Besondere Einblicke in den Redaktionsalltag und die Entstehung der Inhalte geben die LAUSITZER RUNDSCHAU und 28 weitere deutsche Tageszeitungen in dieser Woche im Reportertausch 2018.

Die vor zwei Jahren entwickelte Idee des Reportertausches haben die sechs Chefredakteure, die ihn ins Leben gerufen haben, so beschrieben: „Der fremde Blick tut dem Lokaljournalismus gut. Leserinnen und Leser freuen sich darüber, dass ein neuer, neugieriger Reporter das vor Ort hinlänglich Bekannte und vielleicht schon oft Erzählte mit anderen Augen sieht. Und eine neue Geschichte erzählt. Profis, die sich in ihrem Revier bestens auskennen, sind wichtig. Ohne sie geht Qualitätsjournalismus nicht. Aber der fremde Blick hat auch seinen Reiz. Er eröffnet neue Perspektiven und bietet vielleicht auch manche Überraschung, die eine Zeitung, ein Web-Angebot persönlich und lebendig machen.“

Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) hat die Idee aufgegriffen und den ersten deutschlandweiten Reportertausch initiiert.

FOTO: LR / Sebastian Schubert

Das Medienhaus LAUSITZER RUNDSCHAU hat zwei Reporterinnen im Fremdeinsatz: Anja Hummel (30) wechselt von der Lokalredaktion Hoyerswerda für eine Woche zu den Ruhr Nachrichten in Dortmund. Die Kollegin ist für die Lausitzer Rundschau seit 2014 tätig. Nach dem Germanistik-Studium in Chemnitz war sie unter anderem in Südamerika unterwegs, hat einen beruflichen Ausflug ins Lehramt gemacht und 2017 das duale Masterstudium „Journalismus und Medienwirtschaft“ bei der Rundschau abgeschlossen. „Ich liebe es, Selbstexperimente journalistisch aufzubereiten, emotionale Porträts zu schreiben und die lokalen Themen nicht nur in Schriftform, sondern auch in Bewegtbild an die Leute zu bringen. Videoproduktion und Social Media sind meine Spezialgebiete“, sagt Anja Hummel.

FOTO: LR / Sebastian Schubert

Peggy Kompalla, deren Heimatredaktion Cottbus ist, arbeitet in dieser Woche bei der Waiblinger Kreiszeitung. Die Kollegin ist 1974 in eine Bergarbeiterfamilie in Hoyerswerda geboren, dort aufgewachsen und zur Schule gegangen. Nach dem Studium der Anglistik und Hispanistik in Halle an der Saale, in den USA und Spanien hat sie im Jahr 2000 das Volontariat bei der Lausitzer Rundschau begonnen und danach in diversen Lokalredaktionen der Zeitung, unter anderem als Spreewald-Reporterin gearbeitet. Derzeit ist sie in der Stadtredaktion Cottbus mit dem Schwerpunkt Stadt- und Kommunalpolitik aktiv. „Mein Lieblingsort ist der Weltspiegel Cottbus, das älteste Filmtheater Brandenburgs, und mein Lieblingsmonat ist der November, weil das Festival des Osteuropäischen Films Cottbus eine Woche lang internationales Flair verleiht“, erklärt Peggy Kompalla.

In der Lausitz sind seit Wochenstart Bettina Köhl vom General-Anzeiger Bonn und Peter Bandermann von den Ruhr Nachrichten im Einsatz. Sie haben den Arbeitsplatz mit den beiden LR-Reportern getauscht.

FOTO: LR / Angelika Brinkop

Bettina Köhl (44) arbeitet beim Bonner General-Anzeiger und ist stellvertretende Ressortleiterin der Lokalredaktionen Bonn. Zu ihren Themenschwerpunkten gehören Stadtplanung, Architektur und Denkmalschutz, Tourismus und regionale Zusammenarbeit. Als Reporterin hat sie 1993 beim Haller Kreisblatt in Ostwestfalen angefangen. Sie zeigt den Lesern bei Sommerserien und Beilagen-Projekten die spannendsten Seiten des Rheinlands, ihrer Wahlheimat. Zuhause fühlt sie sich auch an der Nordsee. „In Cottbus geht es natürlich an DEN Ostsee“, kündigt sie an.

Hier stellt sie sich vor.

FOTO: Ruhr Nachrichten / Dieter Menne

Peter Bandermann (50) ist geboren in Barop und aufgewachsen „auf einem Sportplatz beim DJK TuS Körne als Torwart“. Er lebt jetzt im Loh, fährt gern Motorrad und arbeitet seit 1988 bei den Ruhr Nachrichten. Themen: Polizei, Feuerwehr und alles, was die Großstadt sonst noch so hergibt. „Ich mag multimediales Arbeiten“, sagt er. Peter Bandermann ist im Jahr 2015 mit der „Goldenen Viktoria“ für Pressefreiheit ausgezeichnet worden.

Hier schildert er seine ersten Eindrücke.