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| 16:14 Uhr

Reportertausch 2018
RUNDSCHAU-Reporter schauen über den Tellerrand

Reportertausch 2018: RUNDSCHAU-Reporterin Anja Hummel bei den Ruhrnachrichten in Dortmund, zusammen mit dem gerade aus der Lausitz zurückgekehrten Peter Bandermann.
Reportertausch 2018: RUNDSCHAU-Reporterin Anja Hummel bei den Ruhrnachrichten in Dortmund, zusammen mit dem gerade aus der Lausitz zurückgekehrten Peter Bandermann. FOTO: Anja Hummel
Cottbsu/Hoyerswerda. Für eine Woche haben zwei Reporterinnen der RUNDSCHAU ihren Arbeitsplatz mit Kollegen anderer Zeitungen getauscht. Was ist dabei herausgekommen? Eine Übersicht:

Ihren Arbeitsplatz in Hoyerswerda hat RUNDSCHAU-Reporterin Anja Hummel mit einem Schreibtisch in Dortmund eingetauscht. Lang gehalten hat es sie da aber nicht. Stattdessen ging es auf die A2 illegalen Mülltransporten auf die Spur.

Peggy Kompalla in Schwaben
Peggy Kompalla in Schwaben FOTO: Gaby Schneider

Kollege Peter Bandermann von den Ruhrnachrichten hat sich währenddessen im Lausitzer Seenland auf Spurensuche begeben. Sein Fazit: „Egal, ob Nordsee, Ostsee, Sauerland, Allgäu oder der Schwarzwald – die Lausitzer Seenlandschaft kann mit den Touristen-Hotspots in Deutschland konkurrieren.“ Eben ein starkes Stück Ostdeutschland, das die Lausitz da zu bieten hat. Angesehen hat sich Peter Bandermann auch die Energiefabrik Knappenrode angesehen. Der Ausstellung „Kunst + Kohle“ widmete er sich auf allen medialen Kanälen. Und über die Folgen der Treuhandarbeit hat er auch noch ein Stück hinterlassen.

Für RUNDSCHAU-Reporterin Peggy Kompalla ging es von Cottbus nach Schwaben. In der Waiblinger Kreiszeitung hat sie dort reichlich Platz bekommen, sich mit der Flüchtlingsaufnahme in Ost und West zu beschäftigen. Zwei Seiten einer Krise hat sie vorgefunden.

In Cottbus wurde Peggy Kompalla vertreten durch Bettina Köhl vom Bonner General-Anzeiger. Ihre Erkenntnis: Alle Routen führen zur Spree. Und eine lokalen Aufreger hat sie dann auch noch ausgegraben. Cottbuser Drachenbootfahrer müssen ohne Trommel üben - wegen angeblicher Lärmbelästigung.

Drachenboot Training Team Vestas Wind mit Tauschreporterin Bettina Köhl in der Mitte.
Drachenboot Training Team Vestas Wind mit Tauschreporterin Bettina Köhl in der Mitte. FOTO: Michael Helbig

Zum Abschied hat Bettina Köhl noch einmal den Vergleich gezogen:

„Zuhause beim Bonner General-Anzeiger heißt meine Kolumne heute nicht „Notizen aus B“, sondern „Notizen aus C“. Schon vor meiner Rückkehr vom Reportertausch aus Cottbus berichte ich über Drachenboote, Pückler-Gärten und den Ostsee. Überhaupt gibt es bei der Arbeit in Ost und West viel Gemeinsames - als gebürtige Ostwestfälin liege ich naturgemäß in der Mitte. In einigen Dingen sind die Bonner den Cottbusern aber eindeutig überlegen, zum Beispiel bei der Größe der Schlaglöcher. Auch in Sachen Lärm auf dem Fluss können wir am Rhein mehr: Da fahren Partyboote mit Disco an Bord. Die Trommler bei der Drachenboot-Nachtregatta am 1. Juni müssten sich schon mächtig anstrengen... Kurz war’s, schön war’s. Und auf Rheinisch: Tschö.“

Tauschreporterin Bettina Köhl aus Bonn am Cottbusser Wahrzeichen, dem Postkutscher.
Tauschreporterin Bettina Köhl aus Bonn am Cottbusser Wahrzeichen, dem Postkutscher. FOTO: Bettina Köhl

In Hoyerswerda haben Peter Bandermann und Sascha Klein als Kollege vor Ort auch ihre Bilanz des Reportertauschs gezogen. Sascha Klein: „Eine wertvolle Woche“, Peter Bandermann: „Die Zeit war zu kurz“.

Insgesamt haben sich am Reportertausch 2018 über 50 Journalisten von 30 Tageszeitungen beteiligt. Initiator war der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV). Hauptgeschäftsführer Dietmar Wolff: „Ohne die Experten, die sich vor Ort bestens auskennen und vernetzt sind, geht Qualitätsjournalismus nicht. Der Blick von außen aber kann neue Perspektiven eröffnen. Davon profitieren nicht nur die Journalisten, sondern vor allem auch die Leserinnen und Leser.“

Reportertausch 2018
Reportertausch 2018 FOTO: BDZV
(bob)