Die Briefwahl endet am 31. Mai um 10.00 Uhr. Am selben Tag werden die Unterlagen gesichtet, kündigte Wahlleiter Jörg Masnik an. Das Ergebnis soll unter anderem auf der Internetseite des Landes zu sehen sein. Derzeit werden die Wahlunterlagen verschickt.

Es ist das erste Mal, dass der brandenburgische Sorbenrat per Briefwahl bestimmt wird. Das wurde mit dem neuen Sorbengesetz möglich, das im vergangenen Sommer in Kraft getreten war. Der fünfköpfige Rat hat im Potsdamer Landtag eine beratende Funktion und vertritt die Interessen der nationalen Minderheit.

Stimmberechtigt ist, wer seinen Wohnsitz in Brandenburg hat, 16 Jahre oder älter ist und sich zu dem Volk mit slawischen Wurzeln bekennt. Formulare gibt es in sorbischen Einrichtungen und im Internet.

Geschätzt leben etwa 20 000 Sorben in Brandenburg, wo sie sich auch Wenden nennen. In Sachsen sind es etwa 40 000. Dort wird der Sorbenrat vom Landtag gewählt. Die Sorben siedeln seit rund 1500 Jahren im heutigen Osten Deutschlands. Heute leben sie ausschließlich in der Lausitz.