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Rückendeckung für Drillingsmutter

Jänschwalde. Das Bildungsministerium Potsdam hat sich im Streit um die Kita-Satzung in Tauer auf die Seite von Christina Richter gestellt: Die Mutter von Drillingen und einer älteren Tochter hat gegen eine Beitragserhöhung in Tauer Widerspruch eingelegt – unter anderem wegen der nicht vollzogenen sozialen Staffelung der Elternbeiträge. "Ich muss für mein viertes Kind in der Einrichtung ebenso viel bezahlen wie für das dritte", so Christina Richter. Andrea Hilscher

Das Land schreibe aber eine soziale Staffelung für alle Kinder vor. Diese Position vertritt auch Danilo Fischbach von der Bundeselternvertretung der Kinder in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege. Er hat mit der Bürgermeisterin von Tauer, Karin Kallauke, über den Fall gesprochen - ohne Ergebnis. "Verstöße gegen das Kita-Gesetz sind in Brandenburg leider an der Tagesordnung", so Fischbach.

Auf RUNDSCHAU-Nachfrage stellt sich das Land nun allerdings auf die Seite der Eltern. Ralph Kotsch, Sprecher des zuständigen Bildungsministeriums: "Das Kitagesetz sieht tatsächlich eine sozialverträgliche Staffelung der Elternbeiträge vor. Der Geist des Gesetzes sieht eine Staffelung für alle Kinder vor, also nicht nur für die ersten drei."

Das Land könne aber nicht die Satzungen der vielen Hundert Kita-Träger im Land prüfen. Sein Rat an Christina Richter: "Beschweren Sie sich."

Widerspruch beim Amt hat die vierfache Mutter bereits eingelegt, Danilo Fischbach hat eine offizielle Anfrage an den Landkreis gerichtet.