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| 17:44 Uhr

Radsport
RSC kann Vereinsheim bauen

Nachwuchs-Talent Erik Vater (re.)  im Gespräch mit Brandenburgs Radsport-Vize Michael Müller.
Nachwuchs-Talent Erik Vater (re.) im Gespräch mit Brandenburgs Radsport-Vize Michael Müller. FOTO: Georg Zielonkowski
Cottbus. Traum soll nach zwölfjährigem Gerichtsstreit endlich wahr werden. Von Georg Zielonkowski

Wie stets wurden auf der diesjährigen Jahresmitgliederversammlung des RSC Cottbus eine Reihe hervorragender Ergebnisse der Pedaleure dieses Clubs  verkündet. Genannt sei hier stellvertretend der Keirin-EM-Titel des Max Levy, sowie die neun Deutschen Meister, die der Cottbuser Radsportclub im vergangenen Jahr präsentieren konnte. Nicht nur deshalb lobte der stellvertretende Präsident des Brandenburgischen Radsportverbandes Michael Müller die engagierte gute Arbeit im Club: „Egal, ob die Elite, die Volkssportler oder auch der Nachwuchs, alle Abteilungen sind dank ihrer großartigen Übungsleiter und des umsichtigen Präsidiums gut unterwegs und fahren deshalb im In- und Ausland stets vordere Plätze ein. Dafür gilt allen Beteiligten mein Dank und der volle Respekt“, stellte der Ehrengast vor den 45 anwesenden Mitgliedern fest.

Und die Mitgliedschaft folgte staunend, aber dennoch sichtlich erfreut dem Jahresbericht von Klaus Neumann. Konnte doch der Kassenwart verkünden, dass nun alle Wege geebnet sind, um mit dem Bau eines Vereinsheimes zu beginnen. Möglich wurde dieses Vorhaben durch einen erfolgreich bestandenen zwölf Jahre währenden Rechtsstreit, wie Neumann kundtat: „Es gab eine unterschiedliche Auffassung zum Steuerrecht. Wir haben uns am Europarecht orientiert und am Ende eines langen Weges Recht bekommen, so dass wir nun samt Zinsen einen erheblichen Betrag aus den zuvor abgeführten Umsatzsteuern zurück erhalten haben. Somit können wir nun unseren 25-prozentigen Eigenanteil des 250 000-Euro-Projekts bereitstellen.“

Laut RSC-Vizepräsident Reinhard Semmler, der optimistisch verkündete, dass die nächste Jahresmitgliederversammlung 2019 bereits im neuen Heim stattfinden wird, werden sich mit der Fertigstellung des Flachbaus, der auf der Fläche des Sportzentrums entstehen soll, die Bedingungen wesentlich verbessern werden: „Es ist für alle, für das Veloteam genau wie für unseren Nachwuchs wichtig, ein solches Haus zu haben. Egal, ob die Wechselsachen nach den Trainingseinheiten dort untergebracht werden, die Technik ihre Räumlichkeiten dort hat, oder auch Beratungen durchzuführen sind, alles wird dann entkrampfter vonstatten gehen, um so vieleicht nochmals verbesserte Leitungen unserer Sportler zu erreichen.“

Erste Höhepunkt wird für den RSC Cottbus die Ausrichtung der 43. Internationalen Junioren-Etappenfahrt sein, die vom 6. bis 8. April in Cottbus und Umgebung ausgetragen wird. Die Reihe der Cottbuser Gesamtsieger dieser Tour, die 2017 Juri Hollmann gewann, will nun Erik Vater fortsetzen. „Mein Ziel ist es unter die besten drei zu fahren, aber bei der Qualität meiner fünf Teamkollegen scheint Platz eins durchaus drin zu seien“, tat er im Gespräch mit Brandenburgs Radsport-Vize Michael Müller am Rande der Veranstaltung kund.