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| 01:02 Uhr

Rot- und gelbfärbender Wein auf der Seepyramide

Unser Leser Helmut Rippl aus Cottbus äußert seine Gedan- ken zum Artikel „Falsche Be- pflanzung“ der Seepyramide im Branitzer Park.

Ulrich Constantin meint, dass die Herbstfärbung der Seepyramide von Jahr zu Jahr mehr ins Grün sich verschiebt.
Dazu folgende Fakten: Ganz bewusst ließ Fürst Pückler die symmetrische Pyramide asymmetrisch bepflanzen. Er bestellte 2/3 rotfärbenden und 1/3 gelbfärbenden Wilden Wein. Dieses Verhältnis war annähernd noch vorhanden, größere Flächen, vor allem die nach Cottbus weisende Seite der Pyramide sind seit langem aber nur grün gewesen. Nach der Restaurierung der Pyramide, der Beseitigung von Brombeeren und anderem Wildwuchs wurde Wilder Wein wieder im gleichen Verhältnis angepflanzt und die grüne Nordseite nicht mit Wein bepflanzt, weil es keine sicheren Kenntnisse gibt zum Zustand zu Pücklers Zeiten. Abweichungen in der Intensität der Herbstfärbung sind bisweilen durch unterschiedlichen Witterungsverlauf ganz natürlich. In den letzten Jahren war Trockenheit der Grund für die unbefriedigende Ausbildung der Rotfärbung. Dafür prangte der Bu ga-Park in aller Pracht, vor allem der Sträucher und der aus Nordamerika stammenden Bäume.
Da so selten auf Besonder- heiten im Branitzer Park hingewiesen wird, sei die Gelegenheit genutzt und auf die fast unbekannte Meisterpflanzung der Pückler-Allee vom Cottbuser Torhaus zur Branitzer Siedlung aufmerksam gemacht. An dem in gestreckter S-Form geführten breiten Weg sind die Bäume nicht perlenartig aufgereiht, sondern bilden äußerst spannungsvolle Gruppierungen mit bewusst geschaffenen „Fenstern“ , sprich Ausblicken in die Feldflur und zum Zoll- haus.