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Karneval
Narren-Endspurt auf Drebkaus Straßen

Eine zünftige Funkengarde gehört zu jedem Rosenmontagsumzug dazu.
Eine zünftige Funkengarde gehört zu jedem Rosenmontagsumzug dazu. FOTO: Marion Hirche
Drebkau. Rosenmontagszug in Drebkau begeistert Hunderte Zuschauer am Straßenrand. Von Marion Hirche

Der Rosenmontagszug in Drebkau gehört zu den wenigen, die sich in Südbrandenburg erhalten haben.  Zum 37. Mal zogen die bunten Wagen durch die kleine Stadt und wurden von  vielen bunt gekleideten Zuschauern begrüßt. „Ich bin mit meiner Enkelin  Kaya hier. Sie ist aus Mecklenburg/Vorpommern. Dort sind jetzt Ferien und dort gibt es so was überhaupt nicht“, erklärte Oma Karin Petzold. Sie selbst kam als Matrosin und für die Siebenjährige hatte sie sogar die goldenen Weihnachtskugeln als Ohrschmuck noch mal vorgekramt.  Ullrich und Gudrun Schreiber hatten sich mit ihren Enkeln Leo und Alison am  mit blau-weißen Fahnen geschmückten Rathaus postiert. Hier stand als Zuschauerin aus Roswitha Baumert. Die Seniorin hat hier im Haus ihre Werkstatt. Seit vielen Jahren  gestaltet sie wundervolle Bilder für die Saaldekoration  beim Drebkauer Carnevalsverein(DCC). Der DCC eröffnete am Montag auch den Umzug.

Nach dem Turnower Spielmannszug folgte die Kutsche mit dem Drebkauer Prinzenpaar Monika I. und Florian I. In der bunten Schlange auf der Straße waren Fahrzeuge und Mitgestalter von den Karnevalsvereinen aus Neupetershain, Gaglow, Schorbus, Kausche zu sehen. Während das Lausitzer Prinzenpaar Steffen I. und Janine I. standesgemäß zum Marktplatz kutschiert wurden, mischten sich Spree-Neiße-Landrat Harald Altekrüger und der Präsident des Karneval Verbandes Lausitz Matthias Schulze unter die Drebkauer auf deren Prunkwagen.

 Der junge Robin Kielow führte die Schorbusser mit deren Standarte an, der Hort Drebkau war mit einem Abendgruß dabei: Antje Bertram aus Casel kostümierte sich als Schnatterinchen. Die Kinder und Erzieher von der Drebkauer Kita „Villa Kunterbunt“  brachten ihre eigene Musikkapelle mit.

Den wohl schwersten Job hatten zwei Schorbusser wie am Sonntag schon: Sie mussten den Römerwagen mit dem Prinzenpaar ihres Vereins wieder die ganze Strecke schieben. Das rote Geldinstitut hatte nicht nur einen Trabi-Oldie im Zug, sondern auch die Olsenbande angeheuert: Filialchefin  Ute Noack als Benny. Auch Politikschelte fehlte nicht: Die Gaglower mischten ihr „Blümchen“ ins Politikerkarussell und beim NCC warben Merkel, Seehofer und Schulz mit flammenden Reden für sich.

Sandro Fuchs aus Drebkau war sich danach sicher: „Das war der schönste Umzug überhaupt.“

Nach der Karnevalsparade gab es noch bis in die Abendstunden ein buntes Programm auf und vor der Bühne – von der Schunkelrunde mit dem Turnower Spielmannszug bis zum Auftritt des Drebkauer Stressorchestern. Beobachtet wurde das Ganze von Ortsvorsteher Torsten Richter mit weiß-blauer Eulenspiegelkappe, von Bürgermeister Dietmar Horke mit rot-weißer Kappe, von einem russischen Offizier aus Groß Döbbern und von Marita Theile aus Neupetershain.

Einen Abendgruß gab es vom Team des Drebkauer Hortes.
Einen Abendgruß gab es vom Team des Drebkauer Hortes. FOTO: Marion Hirche
Diese Herren hatten den wohl härtesten Job im ganzen Zug.
Diese Herren hatten den wohl härtesten Job im ganzen Zug. FOTO: Marion Hirche