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| 17:07 Uhr

Ungewöhnliche Unterstützung
Ein Kaiser sagt Danke

Roland Kaiser bedankt sich bei den ehrenamtlichen Helfern der Cottbuser Tafel und  lauscht ihren Erzählungen von der alltäglichen Arbeit.
Roland Kaiser bedankt sich bei den ehrenamtlichen Helfern der Cottbuser Tafel und lauscht ihren Erzählungen von der alltäglichen Arbeit. FOTO: LR / Hilscher Andrea
Cottbus. Der Sänger engagiert sich seit Jahren für das Albert-Schweitzer-Familienwerk.

Die Aufregung ist fast mit Händen zu greifen: In den Räumen der Cottbuser Tafel in Sachsendorf drängen sich die ehrenamtlichen Helfer um festlich geschmückte Stehtische, das Buffet biegt sich vor selbst gebackenen Kuchen und Torten. Plüschtiere und T-Shirts liegen bereit und warten darauf, mit einem Autogramm veredelt zu werden: von der Hand des Schlagerstars Roland Kaiser (66, „Joana“) .

Der Mann, der bis heute auf seinen Konzerten Zehntausende zum Jubeln bringt, hat auch eine stille Seite: Seit Jahren engagiert er sich als Schirmherr und Botschafter für die Anliegen der Albert-Schweitzer-Kinderdörfer und Familienwerke. Regelmäßig besucht er daher auch die Cottbuser Tafel, um Danke zu sagen bei den zahlreichen ehrenamtlichen Helfern.

„Ich bin nicht mit dem goldenen Löffel im Mund geboren“, sagt Kaiser ernst. „So gut wie jetzt ging es mir nicht immer, und ich weiß, was Not ist.“ Um von seinem jetzigen Glück ein wenig abzugeben, setzt er sich für all jene ein, die am Rande der Gesellschaft leben. „Es ist doch furchtbar, dass Menschen, die ihr Leben lang gearbeitet haben, sich jetzt ihr Essen bei den Tafeln abholen müssen, weil sie sonst keine Chance mehr haben, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.“ Ohne den oft anstrengenden Einsatz der 60 ehrenamtlichen Helfer in Cottbus sei es nicht möglich, die Tafel zu betreiben. Rund 5000 Kunden werden hier mit monatlich etwa 20 Tonnen Lebensmitteln versorgt. Roland Kaiser: „Wir müssen die Politik aufrütteln, dass sie die Tafeln vernünftig unterstützt.

(hil)