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Roland Kaiser dankt der Cottbuser Tafel

Mittendrin und sozial engagiert – Roland Kaiser bei der Cottbuser Tafel.
Mittendrin und sozial engagiert – Roland Kaiser bei der Cottbuser Tafel. FOTO: Georg Zielonkowski/ski1
Cottbus. Am Abend Konzert auf der Bühne der Cottbuser Stadthalle, zuvor noch ein "Auftritt" bei der Cottbuser Tafel. Roland Kaiser ist hier Schirmherr und schaut regelmäßig vorbei – weil es ihm wichtig ist. Georg Zielonkowski / ski1

Prominenter Besuch Anfang der Woche in der Cottbuser Tafel des Albert-Schweitzer-Familienwerkes. Wenige Stunden vor seinem Konzert in der Cottbuser Stadthalle stattete der Schirmherr Roland Kaiser zum wiederholten Mal der Einrichtung einen Besuch ab.

Dank an die 40 Ehrenamtler

Der nicht nur in Deutschland bekannte Schlagersänger nahm sich die Zeit, um mit den ehrenamtlichen Mitarbeitern ins Gespräch zu kommen. Aber auch die Dankbarkeit für die Arbeit der 40 Ehrenamtler sprach aus seinen Worten, da er deren außerordentliches Engagement für in Not geratene oder allein gelassene Menschen ganz hoch anrechnete. "Die Albert-Schweitzer-Tafeln schließen in Deutschland eine wichtige soziale Lücke. Allein in Cottbus sind dauerhaft über 3000 Rentner, Erwerbstätige mit geringem Einkommen, allein Erziehende, Studenten und langzeitarbeitslose Menschen, darunter 900 Kinder und Jugendliche, auf die aus Spenden finanzierte Lebensmittelausgabe angewiesen. Ein gesellschaftlicher Missstand, auf den ich aufmerksam machen möchte. Nur durch ein höheres Maß an sozialer Gerechtigkeit wird es uns gelingen, etwas an der Situation von Betroffenen zu ändern. Ehrenamtler leisten einen unermesslichen Beitrag, der nicht mit Geld aufzuwiegen ist. Das ist bewundernswert und verdient meinen größten Respekt", erklärte der bekannte und beliebte Sänger.

Roland Kaiser engagiert sich seit 2006 für die Albert-Schweitzer-Kinderdörfer und Familienwerke. Anlässlich der Eröffnung der neuen Räumlichkeiten der Tafel in Cottbus im Oktober 2013 hat Roland Kaiser die Schirmherrschaft für die Cottbuser Tafel des Albert-Schweitzer-Familienwerkes Brandenburg e.V. übernommen. "Ich kann mit diesen Kindern und Jugendlichen sehr gut mitfühlen", betont Roland Kaiser, "mit meinem Engagement möchte ich dazu beitragen, die wichtige Arbeit der Kinderdörfer und Kinderdorffamilien zu unterstützen." Der Familienvater ist selbst bei einer Pflegemutter aufgewachsen. Roland Kaiser möchte die Öffentlichkeit für die Sozialwaisen in Deutschland sensibilisieren.

"Praktische Hilfe leisten"

Einer der 40 Helfer der Tafel ist Klaus Spangenmacher, der nach seiner Pensionierung eine neue Herausforderung gesucht und gefunden hat. Der ehemalige Leiter des Cottbuser Finanzamtes stellte die Motivation seiner ehrenamtlichen Tätigkeit im Beisein von Roland Kaiser so dar: "Es ist mir ein Bedürfnis, nach meinem doch erfüllten Leben jetzt im Ehrenamt etwas an hilfsbedürftige Menschen weiterzugeben. Ich glaube, dass ich hier in der Tafel mit meiner Tätigkeit praktische Hilfe leisten kann."

Hauptanliegen der Cottbuser Tafel ist zweifellos die Ausgabe und Verteilung von Lebensmitteln sowie von Waren des täglichen Bedarfs an bedürftige Menschen. Der Leiter der Tafelprojekte, Kai Noack, sieht zudem einen ganz besonderen Projektschwerpunkt in der Unterstützung von Menschen, die aufgrund ihres körperlichen oder psychischen Zustandes nicht mehr in der Lage sind, ihre Wohnung zu verlassen. "Diese Menschen werden durch unsere Mitarbeiter mit Lebensmittelspenden unterstützt. Dabei arbeitet die Cottbuser Tafel mit den Sozialstationen der Stadt Cottbus sowie den gesetzlich bestellten Betreuern der Bedürftigen eng zusammen", fügt der Projektleiter an. Gemeinsam mit Karina Bauer, der Leiterin der Cottbuser Tafel, werden die bedürftigen Menschen auch bei Behörden- und Ämtergängen sowie beim Schreiben von Bewerbungen unterstützt.