ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 16:30 Uhr

Landwirtschaft
Roggenernte auf der Zielgeraden

Die Mähdrescher von der Aueroxenreservat Spreeaue GmbH, hier in der verganenen Woche auf einem Feld zwischen Sielow und Dissen, werden mit der Roggenernte zwei Wochen eher als gewöhnlich fertig sein.
Die Mähdrescher von der Aueroxenreservat Spreeaue GmbH, hier in der verganenen Woche auf einem Feld zwischen Sielow und Dissen, werden mit der Roggenernte zwei Wochen eher als gewöhnlich fertig sein. FOTO: Marion Hirche
Cottbus. Aueroxenreservat Spreeaue GmbH in Sielow rechnet vor allem bei Sonnenblumen mit Einbußen. Von Marion Hirche

Nach dem Regen vom Montag sind die Mitarbeiter der Aueroxenreservat Spreeaue GmbH weder himmelhoch jauchzend noch zu Tode betrübt. Irgendwo dazwischen liegen die Gefühle der Bauern des Sielower Agrarbetriebes. Natürlich haben auch sie schon seit vielen Tagen auf Regen gehofft, aber für das Getreide kommt er zu spät und stört jetzt eher die Ernte, als dass er etwas bringt.

Die Sielower Ackerbauern bewirtschaften Felder, auf denen Roggen, Hafer, Lupine und Sonnenblumen angebaut sind. Von den 680 Hek­tar, auf denen Roggen wächst, sind mehr als zwei Drittel der Fläche abgeerntet. Anfang der Woche waren Felder bei Döbbrick und Skadow an der Reihe. In der vergangenen Woche ratterten die Mähdrescher auf Feldern zwischen Sielow und Dissen auf Hochtouren.

„Natürlich haben wir die Zeit intensiv genutzt, wo alles trocken war, um die Ernte einzubringen“, betont Wolfram Hotzler von dem ökologischen Landwirtschaftsunternehmen. Die drei großen Erntemaschinen waren unermüdlich im Einsatz, um den Roggen trocken zu dreschen und zu bergen. „In diesem Jahr ist die Ernte 14 Tage früher als in den Vorjahren, weil das Korn einfach reif ist. Es muss vom Halm“, erklärt Hotzler.

Allerdings will er sich noch zu keinen Prognosen für das Ernteergebnis hinreißen lassen: „Erst am Ende wird gezählt“, sagt er und erinnert daran, dass 2017 die gesamte Ernte nasse Füße aufgrund der hohen Niederschlagsmenge bekommen hatte und in diesem Jahr stehe sie eben „auf heißen Sohlen“.

Einbußen seien allerdings erkennbar. Besonders bei den Sonnenblumen, die großen goldgelben Blumen sind nur mit Feuchtigkeit ertragreich.  Deshalb werde wohl deren Ernte eher zu den schlechteren der zurückliegenden Jahre zählen, so Hotzler. Natürlich hoffen die Sielower Bauern darauf, dass der jetzige Regen noch kleine Korrekturen am Ergebnis bringt.

Nicht nur für die weitere Ernte würden sie sich noch mehr Feldarbeiter wünschen. Auch diesbezüglich  sind die Sielower gehandicapt, denn wie mittlerweile in vielen Branchen fehlen auch hier Mitarbeiter.